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KIki-lernen

Kurs & Regeln

Wie wir hier
arbeiten.

Eine Seite für alles, was neben den Sessions gilt: die Arbeitsroutine, die Wahl des Werkzeugs, der Umgang mit Daten und die Rahmendaten des Kurses.

Die AI-Arbeitsroutine.

Fünf Schritte, bewusst kurz gehalten, damit du sie im Alltag wirklich anwendest.

  1. Schritt 1

    Auftrag klären

    Was soll am Ende vorliegen, für wen, und woran erkenne ich ein gutes Ergebnis?

    Typischer Fehler: Du startest mit «Schreib mir etwas dazu» und beurteilst das Ergebnis nach Gefühl.

    Methode: Auftragskarte in drei Sätzen
  2. Schritt 2

    Daten schützen

    Welche Informationen darf ich verwenden und was muss anonymisiert werden?

    Typischer Fehler: Du kopierst eine Kundenliste in ein Werkzeug, das dafür nicht freigegeben ist.

    Methode: Daten-Ampel
  3. Schritt 3

    AI anleiten

    Welches Ziel, welchen Kontext, welche Regeln und welches Format braucht das Werkzeug?

    Typischer Fehler: Du nennst nur das Ziel und wunderst dich über Fliesstext statt Tabelle.

    Methode: Fünf-Felder-Prompt
  4. Schritt 4

    Ergebnis prüfen

    Stimmen Fakten, Quellen, Zahlen, Vollständigkeit und Sprache?

    Typischer Fehler: Du prüfst die Sprache und übernimmst die Zahlen.

    Methode: Drei-Punkte-Qualitätscheck
  5. Schritt 5

    Nutzen und verantworten

    Was verbessere ich, wer gibt frei und was darf nicht automatisch geschehen?

    Typischer Fehler: Das Ergebnis geht ohne benannte Freigabe nach aussen.

    Methode: Menschliche Freigabe

AI-Check

Bevor ein Ergebnis deinen Platz verlässt.

  • Stimmt der Inhalt fachlich – kannst du ihn selbst begründen?
  • Sind Zahlen, Normen und Zitate an einer zweiten Quelle geprüft?
  • Passt Ton und Sprache zu den Menschen, die es lesen?
  • Ist erkennbar, wo AI mitgearbeitet hat, wenn das wichtig ist?
  • Würdest du mit deinem Namen dafür geradestehen?

Du unterschreibst das Ergebnis, nicht die AI.

Welches Werkzeug wofür?

Beginne immer bei der Aufgabe, nicht beim Werkzeug.

  • Microsoft Copilot

    Texte, Mails und Auswertungen im Microsoft-365-Umfeld

    Arbeitet in Word, Outlook und Teams und ist im Betrieb meist freigegeben.

  • ChatGPT, Gemini oder Claude

    Denkarbeit, Struktur, Varianten vergleichen, längere Dialoge

    Offene Aufgaben; Claude für lange Texte, Gemini im Google-Umfeld.

  • NotebookLM

    Eigene Unterlagen zusammenfassen und mit Fundstellen befragen

    Antworten stützen sich nur auf deine hochgeladenen Quellen.

  • Perplexity

    Aktuelle Fakten, Normen oder Marktzahlen recherchieren

    Liefert Quellen, die du selbst öffnen und prüfen kannst.

  • Gamma oder Canva

    Präsentation oder Visualisierung erstellen

    Aus Stichworten entsteht eine Foliengeschichte oder ein Layout.

  • Lovable

    Kleine Anwendung oder Prototyp sichtbar machen

    Aus einer Beschreibung entsteht eine bedienbare Oberfläche.

  • n8n

    Wiederkehrenden Ablauf automatisieren

    Verbindet Apps und AI-Bausteine; Entscheidungen mit Folgen bleiben beim Menschen.

Alle Werkzeuge in der Toolbox

Daten und Vertraulichkeit.

AI-Dienste laufen ausserhalb deines Betriebs. Was du eingibst, verlässt in der Regel das Haus.

  • Grün

    Darf in die AI

    • · Allgemeine Fachfragen ohne Bezug zu deinem Betrieb
    • · Öffentliche Normen, Datenblätter und Herstellerangaben
    • · Anonymisierte Beispiele mit erfundenen Namen und gerundeten Zahlen
  • Orange

    Nur nach Rücksprache

    • · Interne Abläufe ohne Personenbezug
    • · Kennzahlen, die auf den Betrieb schliessen lassen
    • · Auszüge aus Offerten oder Verträgen ohne Namen
  • Rot

    Gehört nie in die AI

    • · Namen von Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden
    • · Personal-, Gesundheits- und Lohndaten
    • · Rezepturen, Konstruktionsdaten, Quellcode, Zugangsdaten

Vier Regeln, die immer gelten

  1. Kläre, welche Werkzeuge dein Betrieb freigegeben hat.
  2. Arbeite mit allgemeinen Angaben statt mit echten Namen und Zahlen.
  3. Prüfe jede Aussage, die du weitergibst, an einer zweiten Quelle.
  4. Kennzeichne, wo AI mitgearbeitet hat, wenn das wichtig ist.

Über den Kurs.

Artificial Intelligence für Prozesse, Produktion und Management

Kursidee

Du lernst Artificial Intelligence nicht als Technikthema, sondern als Arbeitsmittel. In jeder Session entsteht ein Ergebnis, das du am Montag im Betrieb verwenden kannst: ein AI-Arbeitsplatz, eine belegte Recherche, eine Präsentation, eine Prozessanalyse, ein Prototyp oder ein dokumentierter Workflow.

Für wen

Für Studierende der Höheren Fachschule Prozesstechnik mit Berufserfahrung. AI-Vorwissen wird nicht vorausgesetzt – wohl aber die Bereitschaft, eigene Aufgaben einzubringen und Ergebnisse kritisch zu prüfen.

Aufbau

  • · Acht Sessions am Samstag, 08:00–11:15 Uhr
  • · 32 Lektionen, laufend an die Klasse angepasst
  • · Kurszeitraum: 22.08.2026 bis 09.01.2027
  • · Drei Leistungsnachweise, alle vor Weihnachten 2026

Beispiele

Alle Firmen, Personen und Zahlen in den Szenarien sind erfunden. Sie dienen dem Üben und beziehen sich nicht auf reale Betriebe.

Fiktive Übungsbeispiele

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