# Session 1: Einstieg & AI-Arbeitsplatz – Artificial Intelligence für Prozesstechnik HF Allgemeine Gewerbeschule Basel · Höhere Fachschule Prozesstechnik. Herbstsemester 2026/27, Samstag, 08:00–11:15 Uhr. Quelle: https://ki-lernen.app. ## Session 1: Einstieg & AI-Arbeitsplatz - Datum: 22.08.2026 (2026-08-22), 08:00–11:15 - Status auf der Roadmap: aktuell - Leitfrage: Warum ist AI für mich relevant und wie arbeiten wir in diesem Kurs? - Nutzen: Ich weiss, warum AI meinen Beruf verändert, wo ich selbst stehe, und ich bin technisch arbeitsfähig mit Copilot und NotebookLM. - Danach kannst du: Nach diesem Block kennst du die Chancen und Risiken von AI für deine berufliche Zukunft, hast deinen AI-Arbeitsplatz eingerichtet und weisst, wie dieser Lern-Navigator funktioniert. - Lernziele: Ich beschreibe, wie schnell sich AI entwickelt und was das für meinen Beruf bedeutet. | Ich schätze meine eigene AI-Erfahrung ehrlich ein und benenne meine Erwartungen an den Kurs. | Ich richte Microsoft Copilot und NotebookLM ein und nutze beide einmal erfolgreich. | Ich finde mich im AI-Lern-Navigator zurecht und gebe Feedback zur Roadmap. - Ergebnisse: Eine persönliche Einschätzung: Was bedeutet AI für meine berufliche Zukunft? | Ein eigener Eintrag im gemeinsamen Use-Case-Backlog der Klasse. | Ein eingerichteter AI-Arbeitsplatz mit Copilot und NotebookLM – beide einmal erfolgreich verwendet. | Feedback zur Roadmap: Was möchte ich lernen, was fehlt mir noch? - Mindestprodukt: Arbeitsfähiger AI-Arbeitsplatz (Copilot und NotebookLM getestet) plus ein eigener Use Case im Backlog. - Werkzeuge: Microsoft Copilot, NotebookLM - Hinweis zu Daten: Arbeite von Anfang an ohne echte Personendaten und ohne vertrauliche Betriebsdaten. Nutze erfundene Namen und gerundete Zahlen. - Seite: https://ki-lernen.app/block/block-1 ### Lektion 1: AI-Revolution & Sensibilisierung URL: https://ki-lernen.app/block/block-1/lektion/b1-l1 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich verstehe, wie schnell sich AI entwickelt, welche Chancen und Risiken daraus entstehen und was das für mich als künftige Fach- oder Führungskraft bedeutet. Szenario: Im Pausenraum der Nordflex AG diskutiert das Team: Eine Mitarbeiterin sagt, AI übernehme bald die Schichtplanung. Ein Kollege sagt, das Zeug erfinde nur Unsinn. Beide haben teilweise recht – du willst wissen, welcher Teil stimmt. Hauptwerkzeug: Präsentation des Dozenten Weitere Werkzeuge: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich beschreibe das Tempo der AI-Entwicklung an konkreten Beispielen. - Ich nenne je zwei Chancen und zwei Risiken für mein Berufsfeld. - Ich erkläre, warum AI-Kompetenz zur Fach- und Führungsaufgabe wird. Voraussetzungen: - Ein Gerät mit Browser Ablauf: 1. Input: Geschwindigkeit der Entwicklung: Der Dozent zeigt anhand einer Präsentation, was AI vor drei Jahren konnte und was heute möglich ist. Notiere dabei, was dich überrascht. 2. Veränderung der Arbeitswelt einordnen: Welche Tätigkeiten in deinem Betrieb bestehen überwiegend aus Text, Daten oder Routine? Genau dort verändert AI die Arbeit zuerst. Ohne Werkzeug: Frag zwei Kolleginnen oder Kollegen, womit sie täglich am meisten Zeit verlieren. 3. Chancen und Risiken gegenüberstellen: Notiere zwei Chancen (Zeitgewinn, bessere Qualität, weniger Routine) und zwei Risiken (falsche Antworten, Datenabfluss, Abhängigkeit, Kompetenzverlust). 4. Bedeutung für Fach- und Führungskräfte: Wer Prozesse verantwortet, muss AI-Ergebnisse beurteilen können. Nicht bedienen genügt – einschätzen ist die eigentliche Kompetenz. 5. Diskussion: Was heisst das für mich?: Kurzer Austausch in der Gruppe: Welche Veränderung erwartest du in deinem Beruf in den nächsten drei Jahren? Halte deinen Satz schriftlich fest. Übungsauftrag (10 min): Halte deine persönliche Einschätzung fest: Was verändert AI in deinem Beruf – und was heisst das für dich? - Notiere zwei Chancen für deinen Arbeitsbereich. - Notiere zwei Risiken, die du ernst nimmst. - Schreibe einen Satz: „AI setze ich ein für …, aber ich prüfe immer …“. Mindestprodukt: Persönliche Einschätzung zu Chancen, Risiken und deinem Leitsatz. Qualitätschecks: - Ich kann das Tempo der AI-Entwicklung an einem Beispiel erklären. - Ich habe je zwei Chancen und Risiken für meinen Beruf benannt. - Ich kann erklären, warum eine falsche AI-Antwort trotzdem gut klingt. Typischer Fehler: AI wird pauschal als Hype abgetan oder pauschal als Allwissen behandelt. Korrektur: Beides prüfen: Wo hilft sie messbar – und wo ist sie nachweislich unzuverlässig? Hinweis zu Daten: Diskutiere mit allgemeinen Beispielen, nicht mit internen Zahlen deines Betriebs. ### Lektion 2: Kennenlernen & Standortbestimmung URL: https://ki-lernen.app/block/block-1/lektion/b1-l2 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich weiss, wer mit mir im Kurs ist, wo ich mit AI stehe – und ich bringe meinen eigenen beruflichen Use Case ein. Szenario: Die Klasse ist gemischt: Einige nutzen AI täglich, andere haben sie noch nie geöffnet. Damit der Kurs für alle passt, muss zuerst sichtbar werden, wer was mitbringt. Hauptwerkzeug: Austausch in der Klasse Lernziele: - Ich ordne meine AI-Erfahrung im Vergleich zur Klasse ein. - Ich stelle meinen beruflichen Hintergrund und meine Erwartungen kurz vor. - Ich benenne mindestens einen konkreten Use Case aus meinem Arbeitsalltag. Voraussetzungen: - Teilnahme an Lektion 1 Ablauf: 1. Aufstellungen im Raum: Die Klasse stellt sich der Reihe nach auf: nach Alter, nach Berufserfahrung, nach AI-Erfahrung, nach Häufigkeit der AI-Nutzung und nach der eigenen Einschätzung, wie wichtig AI im Beruf wird. Vertiefung: Die Aufstellungen zeigen ohne Umfrage sofort, wie breit die Klasse aufgestellt ist. 2. Kurzvorstellung: Jede Person stellt sich in maximal 90 Sekunden vor: beruflicher Hintergrund, aktuelle Tätigkeit, bisherige AI-Erfahrung, Erwartungen an den Kurs. 3. Use Case nennen: Nenne eine Aufgabe aus deinem Arbeitsalltag, bei der AI helfen könnte. Konkret statt allgemein: „Schichtübergabe zusammenfassen“ statt „Zeit sparen“. 4. Use-Case-Backlog aufbauen: Alle genannten Use Cases werden gesammelt. Sie bilden das gemeinsame Backlog und fliessen später in Übungen und Beispiele des Kurses ein. Übungsauftrag (10 min): Formuliere deinen Use Case für das gemeinsame Backlog. - Beschreibe die Aufgabe in einem Satz. - Notiere, wie oft sie vorkommt und wie lange sie heute dauert. - Notiere, wer das Ergebnis erhält. Mindestprodukt: Ein eigener Eintrag im Use-Case-Backlog der Klasse. Qualitätschecks: - Mein Use Case ist eine konkrete Aufgabe, keine allgemeine Absicht. - Ich habe Häufigkeit und heutigen Aufwand angegeben. - Ich habe meine Erwartungen an den Kurs formuliert. Typischer Fehler: Der Use Case bleibt allgemein („effizienter arbeiten“) und lässt sich nicht bearbeiten. Korrektur: Immer eine konkrete, wiederkehrende Aufgabe mit sichtbarem Ergebnis wählen. Hinweis zu Daten: Nenne keine Kunden- oder Personennamen aus deinem Betrieb. ### Lektion 3: AI-Arbeitsplatz einrichten URL: https://ki-lernen.app/block/block-1/lektion/b1-l3 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich bin technisch arbeitsfähig: Microsoft Copilot und NotebookLM laufen bei mir und ich habe beide einmal erfolgreich verwendet. Szenario: Bevor geübt werden kann, muss die Werkstatt eingerichtet sein. Ziel dieser Lektion ist keine Tool-Schulung, sondern: Am Ende funktioniert es bei allen. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Weitere Werkzeuge: NotebookLM Lernziele: - Ich melde mich bei Microsoft Copilot an und stelle einen ersten Auftrag. - Ich lege in NotebookLM ein Notizbuch mit einer eigenen Quelle an. - Ich erkenne den Unterschied: Allgemeinwissen des Modells gegenüber eigenen Unterlagen. Voraussetzungen: - Gerät mit Browser - Schul- oder Betriebszugang für Microsoft 365 Ablauf: 1. Copilot öffnen und anmelden: Melde dich mit deinem freigegebenen Konto an. Prüfe, ob der geschützte Arbeitsmodus aktiv ist, bevor du etwas eingibst. Ohne Werkzeug: Ohne Zugang arbeitest du vorübergehend mit einem freien Assistenten und ohne interne Inhalte. 2. Erster Auftrag in Copilot: Gib einen kurzen, klaren Auftrag: Rolle, Aufgabe, Format. Beispiel: „Du bist Schichtleiter. Fasse diese Notizen in fünf Stichworten für die Folgeschicht zusammen.“ 3. NotebookLM einrichten: Lege ein neues Notizbuch an und lade eine unkritische eigene Quelle hoch – etwa ein öffentliches Merkblatt oder deine eigenen Kursnotizen. 4. Frage an die eigene Quelle stellen: Stelle NotebookLM eine Frage, die nur aus deiner Quelle beantwortbar ist. Prüfe die angezeigte Fundstelle im Dokument. 5. Unterschied festhalten: Notiere in einem Satz, wann du Copilot brauchst (allgemeine Formulierungs- und Denkarbeit) und wann NotebookLM (Antworten aus deinen eigenen Unterlagen). Übungsauftrag (20 min): Richte deinen AI-Arbeitsplatz ein und verwende beide Werkzeuge je einmal erfolgreich. - Copilot anmelden und einen Auftrag mit Rolle, Aufgabe und Format stellen. - NotebookLM-Notizbuch mit einer unkritischen Quelle anlegen. - Eine Frage an die eigene Quelle stellen und die Fundstelle prüfen. - Notieren, was noch nicht funktioniert hat. Mindestprodukt: Arbeitsfähiger AI-Arbeitsplatz mit je einem Ergebnis aus Copilot und NotebookLM. Qualitätschecks: - Beide Werkzeuge sind angemeldet und wurden einmal genutzt. - Mein Copilot-Auftrag enthielt Rolle, Aufgabe und Format. - Die Antwort von NotebookLM konnte ich in meiner Quelle nachschlagen. Typischer Fehler: Vertrauliche Dokumente werden hochgeladen, nur um schnell etwas zu testen. Korrektur: Zum Testen ausschliesslich öffentliche oder eigene, unkritische Unterlagen verwenden. Hinweis zu Daten: Keine Kundendaten, keine Personaldaten, keine internen Verträge – auch nicht probeweise. ### Lektion 4: Unser AI-Lern-Navigator URL: https://ki-lernen.app/block/block-1/lektion/b1-l4 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich weiss, wie dieser Kurs funktioniert, wo ich Toolbox und Methodenkoffer finde – und ich gestalte die Roadmap mit. Szenario: Diese Website ist kein fixer Lehrplan, sondern ein Navigator: Die Roadmap gibt die Richtung vor, der Weg dorthin wird an die Klasse angepasst. Damit das funktioniert, braucht es dein Feedback. Hauptwerkzeug: Diese Website Weitere Werkzeuge: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich erkläre die acht Lernblöcke und den adaptiven Kursansatz. - Ich finde Toolbox, Methodenkoffer und den Fünf-Punkte-AI-Check auf dieser Website. - Ich gebe konkretes Feedback zur Roadmap. Voraussetzungen: - Eingerichteter AI-Arbeitsplatz aus Lektion 3 Ablauf: 1. Die acht Lernblöcke durchgehen: Verschaffe dir einen Überblick über die Roadmap: Block 1 ist ausgearbeitet, Block 2 konkretisiert, die Blöcke 3–8 zeigen Leitfrage, Nutzen und Ergebnisse. 2. Adaptiver Ansatz verstehen: Inhalte werden an Wissensstand, Lernfortschritt, Interessen, berufliche Use Cases, Feedback und aktuelle AI-Entwicklungen angepasst. Die Website wird laufend aktualisiert. 3. Toolbox und Methodenkoffer öffnen: Die Toolbox gruppiert Werkzeuge nach Anwendungszweck. Der Methodenkoffer enthält Lernkreislauf, Arbeitsroutine und den Fünf-Punkte-AI-Check. 4. Use-Case-Backlog verorten: Die Use Cases aus Lektion 2 sind der Vorrat für spätere Übungen. Wer will, dass sein Fall vorkommt, formuliert ihn präzise. 5. Feedback geben: Beantworte fünf Fragen: Was möchte ich lernen? Welche beruflichen Probleme will ich bearbeiten? Welche Werkzeuge interessieren mich? Was fehlt? Was ist unklar? Übungsauftrag (15 min): Gib dein Feedback zur Roadmap und lege deine drei persönlichen Lernziele fest. - Beantworte die fünf Feedbackfragen in je einem Satz. - Wähle die zwei Blöcke, auf die du dich am meisten freust. - Notiere drei persönliche Lernziele bis zum nächsten Block. Mindestprodukt: Feedback zur Roadmap plus drei persönliche Lernziele. Qualitätschecks: - Ich kann erklären, was am Kurs adaptiv ist und was fix. - Ich finde Toolbox, Methodenkoffer und AI-Check ohne Suchen. - Mein Feedback nennt ein konkretes berufliches Problem. Typischer Fehler: Feedback bleibt höflich und unverbindlich („passt schon“) und hilft niemandem. Korrektur: Konkret werden: ein Thema, ein Problem, eine offene Frage. ## Weiteres - Übersicht aller Sessions: https://ki-lernen.app/llms.txt - Volltext des ganzen Kurses: https://ki-lernen.app/llms-full.txt