# Artificial Intelligence für Prozesstechnik HF – Volltext aller Lektionen Allgemeine Gewerbeschule Basel · Höhere Fachschule Prozesstechnik. Herbstsemester 2026/27, Samstag, 08:00–11:15 Uhr. Quelle: https://ki-lernen.app. Dieser Text fasst alle öffentlichen Kursinhalte für maschinelles Lesen zusammen. Einzelne Sessions gibt es kompakter unter https://ki-lernen.app/llms/session-1.txt bis https://ki-lernen.app/llms/session-8.txt. ## Session 1: Einstieg & AI-Arbeitsplatz - Datum: 22.08.2026 (2026-08-22), 08:00–11:15 - Status auf der Roadmap: aktuell - Leitfrage: Warum ist AI für mich relevant und wie arbeiten wir in diesem Kurs? - Nutzen: Ich weiss, warum AI meinen Beruf verändert, wo ich selbst stehe, und ich bin technisch arbeitsfähig mit Copilot und NotebookLM. - Danach kannst du: Nach diesem Block kennst du die Chancen und Risiken von AI für deine berufliche Zukunft, hast deinen AI-Arbeitsplatz eingerichtet und weisst, wie dieser Lern-Navigator funktioniert. - Lernziele: Ich beschreibe, wie schnell sich AI entwickelt und was das für meinen Beruf bedeutet. | Ich schätze meine eigene AI-Erfahrung ehrlich ein und benenne meine Erwartungen an den Kurs. | Ich richte Microsoft Copilot und NotebookLM ein und nutze beide einmal erfolgreich. | Ich finde mich im AI-Lern-Navigator zurecht und gebe Feedback zur Roadmap. - Ergebnisse: Eine persönliche Einschätzung: Was bedeutet AI für meine berufliche Zukunft? | Ein eigener Eintrag im gemeinsamen Use-Case-Backlog der Klasse. | Ein eingerichteter AI-Arbeitsplatz mit Copilot und NotebookLM – beide einmal erfolgreich verwendet. | Feedback zur Roadmap: Was möchte ich lernen, was fehlt mir noch? - Mindestprodukt: Arbeitsfähiger AI-Arbeitsplatz (Copilot und NotebookLM getestet) plus ein eigener Use Case im Backlog. - Werkzeuge: Microsoft Copilot, NotebookLM - Hinweis zu Daten: Arbeite von Anfang an ohne echte Personendaten und ohne vertrauliche Betriebsdaten. Nutze erfundene Namen und gerundete Zahlen. - Seite: https://ki-lernen.app/block/block-1 ### Lektion 1: AI-Revolution & Sensibilisierung URL: https://ki-lernen.app/block/block-1/lektion/b1-l1 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich verstehe, wie schnell sich AI entwickelt, welche Chancen und Risiken daraus entstehen und was das für mich als künftige Fach- oder Führungskraft bedeutet. Szenario: Im Pausenraum der Nordflex AG diskutiert das Team: Eine Mitarbeiterin sagt, AI übernehme bald die Schichtplanung. Ein Kollege sagt, das Zeug erfinde nur Unsinn. Beide haben teilweise recht – du willst wissen, welcher Teil stimmt. Hauptwerkzeug: Präsentation des Dozenten Weitere Werkzeuge: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich beschreibe das Tempo der AI-Entwicklung an konkreten Beispielen. - Ich nenne je zwei Chancen und zwei Risiken für mein Berufsfeld. - Ich erkläre, warum AI-Kompetenz zur Fach- und Führungsaufgabe wird. Voraussetzungen: - Ein Gerät mit Browser Ablauf: 1. Input: Geschwindigkeit der Entwicklung: Der Dozent zeigt anhand einer Präsentation, was AI vor drei Jahren konnte und was heute möglich ist. Notiere dabei, was dich überrascht. 2. Veränderung der Arbeitswelt einordnen: Welche Tätigkeiten in deinem Betrieb bestehen überwiegend aus Text, Daten oder Routine? Genau dort verändert AI die Arbeit zuerst. Ohne Werkzeug: Frag zwei Kolleginnen oder Kollegen, womit sie täglich am meisten Zeit verlieren. 3. Chancen und Risiken gegenüberstellen: Notiere zwei Chancen (Zeitgewinn, bessere Qualität, weniger Routine) und zwei Risiken (falsche Antworten, Datenabfluss, Abhängigkeit, Kompetenzverlust). 4. Bedeutung für Fach- und Führungskräfte: Wer Prozesse verantwortet, muss AI-Ergebnisse beurteilen können. Nicht bedienen genügt – einschätzen ist die eigentliche Kompetenz. 5. Diskussion: Was heisst das für mich?: Kurzer Austausch in der Gruppe: Welche Veränderung erwartest du in deinem Beruf in den nächsten drei Jahren? Halte deinen Satz schriftlich fest. Übungsauftrag (10 min): Halte deine persönliche Einschätzung fest: Was verändert AI in deinem Beruf – und was heisst das für dich? - Notiere zwei Chancen für deinen Arbeitsbereich. - Notiere zwei Risiken, die du ernst nimmst. - Schreibe einen Satz: „AI setze ich ein für …, aber ich prüfe immer …“. Mindestprodukt: Persönliche Einschätzung zu Chancen, Risiken und deinem Leitsatz. Qualitätschecks: - Ich kann das Tempo der AI-Entwicklung an einem Beispiel erklären. - Ich habe je zwei Chancen und Risiken für meinen Beruf benannt. - Ich kann erklären, warum eine falsche AI-Antwort trotzdem gut klingt. Typischer Fehler: AI wird pauschal als Hype abgetan oder pauschal als Allwissen behandelt. Korrektur: Beides prüfen: Wo hilft sie messbar – und wo ist sie nachweislich unzuverlässig? Hinweis zu Daten: Diskutiere mit allgemeinen Beispielen, nicht mit internen Zahlen deines Betriebs. ### Lektion 2: Kennenlernen & Standortbestimmung URL: https://ki-lernen.app/block/block-1/lektion/b1-l2 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich weiss, wer mit mir im Kurs ist, wo ich mit AI stehe – und ich bringe meinen eigenen beruflichen Use Case ein. Szenario: Die Klasse ist gemischt: Einige nutzen AI täglich, andere haben sie noch nie geöffnet. Damit der Kurs für alle passt, muss zuerst sichtbar werden, wer was mitbringt. Hauptwerkzeug: Austausch in der Klasse Lernziele: - Ich ordne meine AI-Erfahrung im Vergleich zur Klasse ein. - Ich stelle meinen beruflichen Hintergrund und meine Erwartungen kurz vor. - Ich benenne mindestens einen konkreten Use Case aus meinem Arbeitsalltag. Voraussetzungen: - Teilnahme an Lektion 1 Ablauf: 1. Aufstellungen im Raum: Die Klasse stellt sich der Reihe nach auf: nach Alter, nach Berufserfahrung, nach AI-Erfahrung, nach Häufigkeit der AI-Nutzung und nach der eigenen Einschätzung, wie wichtig AI im Beruf wird. Vertiefung: Die Aufstellungen zeigen ohne Umfrage sofort, wie breit die Klasse aufgestellt ist. 2. Kurzvorstellung: Jede Person stellt sich in maximal 90 Sekunden vor: beruflicher Hintergrund, aktuelle Tätigkeit, bisherige AI-Erfahrung, Erwartungen an den Kurs. 3. Use Case nennen: Nenne eine Aufgabe aus deinem Arbeitsalltag, bei der AI helfen könnte. Konkret statt allgemein: „Schichtübergabe zusammenfassen“ statt „Zeit sparen“. 4. Use-Case-Backlog aufbauen: Alle genannten Use Cases werden gesammelt. Sie bilden das gemeinsame Backlog und fliessen später in Übungen und Beispiele des Kurses ein. Übungsauftrag (10 min): Formuliere deinen Use Case für das gemeinsame Backlog. - Beschreibe die Aufgabe in einem Satz. - Notiere, wie oft sie vorkommt und wie lange sie heute dauert. - Notiere, wer das Ergebnis erhält. Mindestprodukt: Ein eigener Eintrag im Use-Case-Backlog der Klasse. Qualitätschecks: - Mein Use Case ist eine konkrete Aufgabe, keine allgemeine Absicht. - Ich habe Häufigkeit und heutigen Aufwand angegeben. - Ich habe meine Erwartungen an den Kurs formuliert. Typischer Fehler: Der Use Case bleibt allgemein („effizienter arbeiten“) und lässt sich nicht bearbeiten. Korrektur: Immer eine konkrete, wiederkehrende Aufgabe mit sichtbarem Ergebnis wählen. Hinweis zu Daten: Nenne keine Kunden- oder Personennamen aus deinem Betrieb. ### Lektion 3: AI-Arbeitsplatz einrichten URL: https://ki-lernen.app/block/block-1/lektion/b1-l3 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich bin technisch arbeitsfähig: Microsoft Copilot und NotebookLM laufen bei mir und ich habe beide einmal erfolgreich verwendet. Szenario: Bevor geübt werden kann, muss die Werkstatt eingerichtet sein. Ziel dieser Lektion ist keine Tool-Schulung, sondern: Am Ende funktioniert es bei allen. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Weitere Werkzeuge: NotebookLM Lernziele: - Ich melde mich bei Microsoft Copilot an und stelle einen ersten Auftrag. - Ich lege in NotebookLM ein Notizbuch mit einer eigenen Quelle an. - Ich erkenne den Unterschied: Allgemeinwissen des Modells gegenüber eigenen Unterlagen. Voraussetzungen: - Gerät mit Browser - Schul- oder Betriebszugang für Microsoft 365 Ablauf: 1. Copilot öffnen und anmelden: Melde dich mit deinem freigegebenen Konto an. Prüfe, ob der geschützte Arbeitsmodus aktiv ist, bevor du etwas eingibst. Ohne Werkzeug: Ohne Zugang arbeitest du vorübergehend mit einem freien Assistenten und ohne interne Inhalte. 2. Erster Auftrag in Copilot: Gib einen kurzen, klaren Auftrag: Rolle, Aufgabe, Format. Beispiel: „Du bist Schichtleiter. Fasse diese Notizen in fünf Stichworten für die Folgeschicht zusammen.“ 3. NotebookLM einrichten: Lege ein neues Notizbuch an und lade eine unkritische eigene Quelle hoch – etwa ein öffentliches Merkblatt oder deine eigenen Kursnotizen. 4. Frage an die eigene Quelle stellen: Stelle NotebookLM eine Frage, die nur aus deiner Quelle beantwortbar ist. Prüfe die angezeigte Fundstelle im Dokument. 5. Unterschied festhalten: Notiere in einem Satz, wann du Copilot brauchst (allgemeine Formulierungs- und Denkarbeit) und wann NotebookLM (Antworten aus deinen eigenen Unterlagen). Übungsauftrag (20 min): Richte deinen AI-Arbeitsplatz ein und verwende beide Werkzeuge je einmal erfolgreich. - Copilot anmelden und einen Auftrag mit Rolle, Aufgabe und Format stellen. - NotebookLM-Notizbuch mit einer unkritischen Quelle anlegen. - Eine Frage an die eigene Quelle stellen und die Fundstelle prüfen. - Notieren, was noch nicht funktioniert hat. Mindestprodukt: Arbeitsfähiger AI-Arbeitsplatz mit je einem Ergebnis aus Copilot und NotebookLM. Qualitätschecks: - Beide Werkzeuge sind angemeldet und wurden einmal genutzt. - Mein Copilot-Auftrag enthielt Rolle, Aufgabe und Format. - Die Antwort von NotebookLM konnte ich in meiner Quelle nachschlagen. Typischer Fehler: Vertrauliche Dokumente werden hochgeladen, nur um schnell etwas zu testen. Korrektur: Zum Testen ausschliesslich öffentliche oder eigene, unkritische Unterlagen verwenden. Hinweis zu Daten: Keine Kundendaten, keine Personaldaten, keine internen Verträge – auch nicht probeweise. ### Lektion 4: Unser AI-Lern-Navigator URL: https://ki-lernen.app/block/block-1/lektion/b1-l4 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich weiss, wie dieser Kurs funktioniert, wo ich Toolbox und Methodenkoffer finde – und ich gestalte die Roadmap mit. Szenario: Diese Website ist kein fixer Lehrplan, sondern ein Navigator: Die Roadmap gibt die Richtung vor, der Weg dorthin wird an die Klasse angepasst. Damit das funktioniert, braucht es dein Feedback. Hauptwerkzeug: Diese Website Weitere Werkzeuge: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich erkläre die acht Lernblöcke und den adaptiven Kursansatz. - Ich finde Toolbox, Methodenkoffer und den Fünf-Punkte-AI-Check auf dieser Website. - Ich gebe konkretes Feedback zur Roadmap. Voraussetzungen: - Eingerichteter AI-Arbeitsplatz aus Lektion 3 Ablauf: 1. Die acht Lernblöcke durchgehen: Verschaffe dir einen Überblick über die Roadmap: Block 1 ist ausgearbeitet, Block 2 konkretisiert, die Blöcke 3–8 zeigen Leitfrage, Nutzen und Ergebnisse. 2. Adaptiver Ansatz verstehen: Inhalte werden an Wissensstand, Lernfortschritt, Interessen, berufliche Use Cases, Feedback und aktuelle AI-Entwicklungen angepasst. Die Website wird laufend aktualisiert. 3. Toolbox und Methodenkoffer öffnen: Die Toolbox gruppiert Werkzeuge nach Anwendungszweck. Der Methodenkoffer enthält Lernkreislauf, Arbeitsroutine und den Fünf-Punkte-AI-Check. 4. Use-Case-Backlog verorten: Die Use Cases aus Lektion 2 sind der Vorrat für spätere Übungen. Wer will, dass sein Fall vorkommt, formuliert ihn präzise. 5. Feedback geben: Beantworte fünf Fragen: Was möchte ich lernen? Welche beruflichen Probleme will ich bearbeiten? Welche Werkzeuge interessieren mich? Was fehlt? Was ist unklar? Übungsauftrag (15 min): Gib dein Feedback zur Roadmap und lege deine drei persönlichen Lernziele fest. - Beantworte die fünf Feedbackfragen in je einem Satz. - Wähle die zwei Blöcke, auf die du dich am meisten freust. - Notiere drei persönliche Lernziele bis zum nächsten Block. Mindestprodukt: Feedback zur Roadmap plus drei persönliche Lernziele. Qualitätschecks: - Ich kann erklären, was am Kurs adaptiv ist und was fix. - Ich finde Toolbox, Methodenkoffer und AI-Check ohne Suchen. - Mein Feedback nennt ein konkretes berufliches Problem. Typischer Fehler: Feedback bleibt höflich und unverbindlich („passt schon“) und hilft niemandem. Korrektur: Konkret werden: ein Thema, ein Problem, eine offene Frage. ## Session 2: AI verstehen & wirksam nutzen - Datum: 05.09.2026 (2026-09-05), 08:00–11:15 - Status auf der Roadmap: naechstes - Leitfrage: Wie funktioniert moderne AI – und wie bekomme ich bessere Ergebnisse? - Nutzen: Ich habe ein verständliches Modell davon, wie AI arbeitet, und eine einfache Methode, mit der meine Ergebnisse deutlich besser werden. - Danach kannst du: Nach diesem Block kannst du AI, Machine Learning, Deep Learning und Generative AI einordnen, erklären, warum Halluzinationen entstehen, und mit einer Methode systematisch bessere Ergebnisse erzielen. - Lernziele: Ich erkläre in eigenen Worten, wie ein Sprachmodell zu seiner Antwort kommt. | Ich bringe für eine Aufgabe die richtige Quellenbasis in ein Notebook. | Ich erkenne typische Halluzinationen und weiss, wie sie entstehen. | Ich verbessere ein Ergebnis gezielt in mehreren Durchgängen statt durch Neuformulieren auf gut Glück. - Ergebnisse: Ein verständliches eigenes Erklärmodell für moderne AI und LLMs. | Ein Notebook mit kuratierter Quellenbasis aus mehreren Wegen. | Eine Liste typischer Fehlerquellen mit selbst erzeugten Beispielen. | Eine erprobte Methode für bessere AI-Ergebnisse. - Mindestprodukt: Eine eigene Erklärung der Funktionsweise plus ein datenbasiertes Management Summary. - Werkzeuge: Microsoft Copilot, ChatGPT, NotebookLM - Hinweis zu Daten: Übe mit allgemeinen Fachthemen. Keine internen Unterlagen, solange die Freigabe nicht geklärt ist. - Seite: https://ki-lernen.app/block/block-2 ### Lektion 1: KI-gestützte Recherche: Wie funktioniert generative AI? URL: https://ki-lernen.app/block/block-2/lektion/b2-l1 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Verstehen, wie ein Large Language Model vom Training bis zur Antwort auf einen Prompt funktioniert. Forschungsfrage: Wie funktioniert ein Large Language Model (LLM) – vom Training bis zur Antwort auf einen Prompt? Szenario: Ihr erarbeitet euch die Antwort selbst. Es gibt keine Vorlesung dazu – ihr recherchiert in Teams und erklärt anschliessend, was ihr herausgefunden habt. Hauptwerkzeug: Freie Wahl Lernziele: - Das Grundprinzip eines Large Language Models in eigenen Worten erklären. - Mit KI gezielt Informationen recherchieren. - Zentrale Aussagen kritisch prüfen. - Quellen und Gegenprüfungen einsetzen. - Unsicherheiten und mögliche Fehler in KI-Antworten erkennen. Voraussetzungen: - Block 1 abgeschlossen Ablauf: 1. Team und Werkzeug festlegen: Zu zweit oder zu dritt zusammensitzen und entscheiden, mit welchem KI-Tool ihr startet. 2. Recherchieren: Fragt nach, hakt nach, lasst euch Begriffe erklären, die ihr nicht kennt. 3. Gegenprüfen: Zentrale Aussagen mit einer zweiten Quelle oder einem zweiten Tool vergleichen. 4. Erklärung bauen: Formuliert den Weg vom Training bis zur Antwort so, dass ihn jemand ohne Vorwissen versteht. 5. Unsicherheiten markieren: Haltet fest, was ihr nicht sicher belegen könnt – das gehört in die Präsentation. Phasen: - Recherchieren: In Teams mit KI und weiteren Quellen der Forschungsfrage nachgehen. - Verstehen: Zentrale Aussagen prüfen und in eigene Worte bringen. - Präsentieren: In maximal drei Minuten erklären – verständlich und begründet. Übungsauftrag (20 min): Recherchiert, wie generative AI und insbesondere Large Language Models funktionieren. Erstellt anschliessend eine kurze Erklärung, mit der ein anderer HF-Student ohne KI-Vorwissen versteht, was grundsätzlich passiert. - Eure Erklärung soll den Weg von der Entstehung eines LLM bis zur Antwort auf einen Prompt nachvollziehbar machen. - Ihr dürft KI intensiv einsetzen. Entscheidet selbst, wie ihr recherchiert. - Wichtig: Übernehmt nicht einfach die erste KI-Antwort. Prüft die zentralen Aussagen. Mindestprodukt: Selbst erarbeitete Erklärung eines LLM plus Rechercheweg und offene Fragen. Qualitätschecks: - Wir können erklären, was wirklich passiert – nicht nur Begriffe nennen. - Wir können begründen, warum wir unserer Erklärung vertrauen. - Wir benennen offen, was unklar oder unsicher geblieben ist. Typischer Fehler: Die erste KI-Antwort wird übernommen und mit Fachbegriffen vorgetragen. Korrektur: Jede zentrale Aussage gegenprüfen und in eigenen Worten formulieren. ### Lektion 2: Gemini Notebook / NotebookLM: Fünf Wege zur richtigen Wissensbasis URL: https://ki-lernen.app/block/block-2/lektion/b2-l2 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich weiss, wie ich für eine konkrete Aufgabe die richtige Quellenbasis in mein Notebook bekomme – und entscheide bewusst, welcher Weg passt. Forschungsfrage: Wie bekomme ich das richtige Wissen in mein Notebook? Szenario: Du willst ein Thema wirklich beherrschen. Das Wissen liegt verstreut: teils im Web, teils in deinen Unterlagen, teils in einem Erklärvideo, teils in einem Fachbuch im Regal. Die Frage ist nicht, was NotebookLM kann – sondern welche Quellen du ihm gibst. Hauptwerkzeug: NotebookLM Weitere Werkzeuge: YouTube, Smartphone-Scan Lernziele: - Ich kenne fünf Wege, Wissen in ein Notebook zu bringen. - Ich wähle den Weg passend zu meiner Ausgangslage. - Ich beurteile Quellen und Videos, bevor ich sie übernehme. - Ich baue aus meinen Quellen ein Lernsystem mit Struktur, Test und Wiederholung. Voraussetzungen: - NotebookLM eingerichtet (Block 1) Ablauf: 1. Ausgangslage klären: Wo liegt das beste Wissen für deine Aufgabe – im Web, bei dir, in einem Video oder auf Papier? 2. Drei Wege praktisch durchführen: Challenge 1 bis 3 sind Pflicht: KI-Recherche, eigene Quelle, eigene Datei. 3. Quellen prüfen statt sammeln: Jede Quelle kurz beurteilen: Autor, Aktualität, Absicht, Passung zur Frage. 4. Wissensstruktur erzeugen: Zentrale Konzepte, Zusammenhänge, Widersprüche und Lücken aus den eigenen Quellen herausarbeiten. 5. Testen und lernen: Tutor-Prompt, Quiz mit 10 Fragen, danach mindestens zwei Lernartefakte erzeugen. Was möchtest du mit deinem Notebook machen?: - KI findet Quellen für mich: Ich kenne das Thema, aber habe noch keine Quellen. – NotebookLM sucht und schlägt geeignete Quellen zu deinem Thema vor. Du wählst aus. Ziel: Ausgehend von einem Thema eine erste Quellenbasis aufbauen. - Ich gebe meine Quellen vor: Ich weiss bereits, welchen Quellen ich vertraue. – Du fügst gezielt hinzu, was du kennst: Fachwebsite, Fachartikel, Norm, Herstellerdokumentation, andere vertrauenswürdige Webquelle. Ziel: Den Unterschied zwischen KI-kuratierter und selbst kuratierter Quellenbasis verstehen. - Ich arbeite mit meinen Dateien: Das Wissen liegt bereits bei mir. – Unterrichtsfolien, Skripte, PDF, Präsentationen, eigene Notizen, Projektdokumentation hochladen und daraus das Notebook bauen. Ziel: NotebookLM als persönliches Wissenssystem über eigene Dokumente erleben. - Ich lerne mit YouTube: Zu meinem Thema gibt es gute Erklärvideos. – Suche gezielt nach Videos zu einer konkreten Frage und übernimm nur geeignete Videos als Quelle – nicht einfach das erste Ergebnis. Ziel: YouTube wird von einer Videoplattform zu einer durchsuchbaren Lernquelle. - Mein physisches Buch wird zur KI-Quelle: Mein bestes Wissen steht nicht digital zur Verfügung. – Buch → relevante Seiten auswählen → scannen oder fotografieren → als Datei aufbereiten → ins Notebook aufnehmen → Inhalte analysieren → damit lernen. Ziel: Auch Wissen ausserhalb digitaler Quellen wird Teil deines persönlichen KI-Lernsystems. Prompt-Vorlagen: - Wissensstruktur erzeugen: Analysiere meine ausgewählten Quellen. Welche 5–8 zentralen Konzepte muss ich verstehen, um dieses Thema wirklich zu beherrschen? Zeige mir zusätzlich: - wie diese Konzepte zusammenhängen; - welche meiner Quellen für welches Konzept besonders relevant ist; - ob sich meine Quellen an wichtigen Stellen widersprechen; - wo meine Quellenbasis erkennbare Lücken hat. Verwende ausschliesslich meine Quellen. - Persönlicher Tutor: Du bist mein persönlicher Tutor. Arbeite ausschliesslich mit den Quellen dieses Notebooks. Erkläre mir [KONZEPT] auf HF-Niveau. Verwende ein praktisches Beispiel aus einem Produktions- oder Prozessumfeld. Stelle mir danach drei Verständnisfragen. Zeige mir die Lösungen erst, nachdem ich selbst geantwortet habe. Übungsauftrag (25 min): Bringe Wissen auf drei verschiedenen Wegen in dein Notebook und baue daraus ein Lernsystem. - Challenge 1 bis 3 durchführen: KI-Recherche, eigene Quelle, eigene Datei. - Wissensstruktur-Prompt anwenden und die 5–8 zentralen Konzepte festhalten. - Tutor-Prompt nutzen, Quiz mit 10 Fragen durchführen und zwei Lernartefakte erzeugen. Mindestprodukt: Notebook mit kuratierter Quellenbasis aus drei Wegen plus zwei Lernartefakten. Qualitätschecks: - Ich kann zu jeder Quelle sagen, warum sie drin ist. - Meine Quellen stammen aus mindestens drei verschiedenen Wegen. - Ich habe mein Wissen getestet, nicht nur zusammengefasst. Typischer Fehler: Möglichst viele Quellen hochladen und hoffen, dass die KI das Richtige daraus macht. Korrektur: Erst die Ausgangslage klären, dann wenige passende Quellen bewusst auswählen und begründen. Hinweis zu Daten: Lade nur Unterlagen hoch, die du verwenden darfst. Bei Buchseiten gilt: einzelne Ausschnitte zur persönlichen Nutzung, keine Weitergabe. Kernaussage: NotebookLM ist nicht die Wissensquelle. NotebookLM arbeitet mit der Wissensbasis, die du ihm zur Verfügung stellst. ### Lektion 3: Data Research Challenge: War der Hitzesommer 2026 wirklich aussergewöhnlich? URL: https://ki-lernen.app/block/block-2/lektion/b2-l4 Dauer: 90 Minuten Nutzen: Von der Frage zur belastbaren Aussage: Finde reale Daten, analysiere sie mit KI und zeige visuell, ob der Hitzesommer 2026 tatsächlich aussergewöhnlich war. Einstieg: Findet die Daten. Analysiert sie mit KI. Visualisiert die Unterschiede. Beweist eure Aussage. Der Sommer 2026 fühlte sich aussergewöhnlich heiss an – aber stimmt dieser Eindruck auch, wenn wir die Daten betrachten? Forschungsfrage: War der Hitzesommer 2026 wirklich aussergewöhnlich? Auftrag: Eure Aufgabe: Untersucht mit KI und geeigneten Datenquellen, ob der Sommer 2026 tatsächlich aussergewöhnlich war – und zeigt das Ergebnis so, dass man es innerhalb von 30 Sekunden versteht. Szenario: Ihr arbeitet in Teams zu zwei bis drei Personen und beantwortet eine reale Frage mit realen Daten: War der Sommer 2026 in der Schweiz aussergewöhnlich heiss? Hauptwerkzeug: ChatGPT Weitere Werkzeuge: Google Gemini, Microsoft Copilot, NotebookLM Lernziele: - Ich recherchiere mit KI geeignete Datenquellen und prüfe, ob sie wirklich existieren. - Ich definiere sinnvolle Vergleichsgrössen, bevor ich Daten sammle. - Ich setze KI für die Analyse ein und verifiziere zentrale Aussagen an den Originaldaten. - Ich unterscheide in meiner Schlussaussage Fakt und Interpretation. Voraussetzungen: - Ein Gerät mit Internetzugang - Ein KI-Werkzeug mit Datei-Upload Ablauf: 1. 01 Find – geeignete Daten finden: Mindestens zwei Datenquellen mit Organisation, Link, Inhalt, Vertrauenswürdigkeit und Grenzen. 2. 02 Compare – sinnvollen Vergleich bauen: 2026 gegen mindestens fünf frühere Jahre. Zuerst definieren, was „aussergewöhnlich“ heisst. 3. 03 Analyze – mit KI auswerten: Systematisch nach Auffälligkeiten suchen, mindestens drei KI-Aussagen an den Originaldaten prüfen. 4. 04 Visualize – Antwort sichtbar machen: Eine Darstellung, die in 30 Sekunden zeigt, was 2026 von anderen Jahren unterscheidet. 5. 05 Conclude – Frage beantworten: Maximal fünf Kernaussagen, sauber getrennt in Fakt und Interpretation. Challenge-Prozess: - 01 Find – Findet geeignete Daten: Recherchiert Daten zur Temperaturentwicklung in der Schweiz oder einer ausgewählten Schweizer Region. · Tagesmitteltemperatur · Tageshöchsttemperatur · Monatsmittel · Anzahl Hitzetage ≥ 30 °C · Dauer von Hitzeperioden · Temperaturabweichung vom langjährigen Mittel - 02 Compare – Baut einen sinnvollen Vergleich: Vergleicht 2026 mit mindestens fünf früheren Jahren. Welche Vergleichsjahre sinnvoll sind, entscheidet ihr selbst. - 03 Analyze – Analysiert die Daten mit KI: Sucht systematisch nach Auffälligkeiten – und setzt dafür ausdrücklich KI ein. · Höchste Temperaturen · Anzahl Hitzetage · Länge von Hitzeperioden · Zeitpunkt der Hitze · Monatsmittel · Abweichungen vom langjährigen Mittel · Unterschiede zwischen den Jahren - 04 Visualize – Macht die Antwort sichtbar: Ziel: Jemand erkennt innerhalb von 30 Sekunden, was 2026 von anderen Jahren unterscheidet. · Temperaturverlauf als Liniendiagramm · Hitzetage pro Jahr als Balkendiagramm · Monatsmittel Juni–August · Abweichung vom langjährigen Mittel · Heatmap · Kleines Dashboard · Andere geeignete Darstellung - 05 Conclude – Beantwortet die Frage: Am Ende steht eine klare Aussage: War der Sommer 2026 aussergewöhnlich? Formuliert maximal fünf Kernaussagen, jede belegbar durch Daten oder eine seriöse Quelle. Übungsauftrag (60 min): Beantwortet in Teams die Frage mit Daten – von der Quelle bis zur belastbaren Aussage. - Zwei Datenquellen finden und prüfen. - Vergleichsjahre und Kennzahl festlegen und begründen. - Daten mit KI analysieren, drei Aussagen verifizieren. - Mindestens zwei aussagekräftige Visualisierungen erstellen. - Management Summary auf einer Seite mit klarem Verdikt abgeben. Mindestprodukt: Ein einseitiges Management Summary mit Quellen, Visualisierungen, Erkenntnissen und Verdikt. Abgabe: Eure Abgabe - Data: Verwendete Datenquellen - Compare: Vergleichszeitraum und Begründung - Visualize: Mindestens zwei aussagekräftige Visualisierungen - Insights: 3–5 zentrale Erkenntnisse - Verdict: Klare Antwort: War 2026 aussergewöhnlich – ja, nein oder nur unter bestimmten Gesichtspunkten? - AI Process: Welches KI-Tool wurde verwendet?; Wofür?; Was war der wichtigste Prompt?; Welche KI-Aussagen wurden überprüft?; Was musste verbessert oder korrigiert werden? Qualitätschecks: - Jede verwendete Quelle habe ich selbst geöffnet und geprüft. - Mindestens drei KI-Aussagen habe ich an den Originaldaten verifiziert. - Fakt und Interpretation sind in meiner Abgabe klar getrennt. Typischer Fehler: Die von der KI genannte Quelle wird übernommen, ohne sie zu öffnen. Korrektur: Jede Quelle aufrufen, den Datensatz ansehen und die behaupteten Zahlen stichprobenweise nachzählen. Hinweis zu Daten: Nur öffentlich zugängliche Daten verwenden. Keine internen oder personenbezogenen Datensätze hochladen. ## Session 3: Lernzielkontrolle & L1-Lücken schliessen - Datum: 19.09.2026 (2026-09-19), 08:00–11:10 - Status auf der Roadmap: roadmap - Leitfrage: Wo stehe ich – und welche Grundlagen schliesse ich heute? - Nutzen: Ich zeige in der Lernzielkontrolle, was ich kann, und schliesse danach im geführten Selbststudium gezielt meine offenen Grundlagen-Fähigkeiten (L1) auf der Lernplattform. - Danach kannst du: Nach diesem Block weisst du, wo du stehst, und hast deine wichtigsten L1-Lücken mit den Übungen deines persönlichen Lernpfads geschlossen. - Lernziele: Ich zeige in der Lernzielkontrolle, was ich aus den Blöcken 1 und 2 kann. | Ich erkenne meine offenen L1-Fähigkeiten im persönlichen Lernpfad. | Ich schliesse mindestens zwei L1-Fähigkeiten mit den Übungen der Plattform. - Ergebnisse: Gewissheit über den eigenen Stand durch die Lernzielkontrolle. | Ein klarer Blick auf die offenen L1-Fähigkeiten im Lernpfad. | Mindestens zwei abgeschlossene L1-Übungen mit Nachweis. | Ein persönlicher Plan für verbleibende Lücken. - Mindestprodukt: Zwei abgeschlossene L1-Übungen mit eingereichtem Nachweis im persönlichen Lernpfad. - Werkzeuge: Lernplattform (Lernpfad & Übungen) - Hinweis zu Daten: Arbeite in den Übungen nur mit Daten und Unterlagen, die du weitergeben darfst. Bei internen Dokumenten vorher die Freigabe klären. - Seite: https://ki-lernen.app/block/block-3 ### Lektion 1: L1-Lücken schliessen – Arbeitsphase I URL: https://ki-lernen.app/block/block-3/lektion/b3-l1 Dauer: 55 Minuten Nutzen: Ich weiss, welche Grundlagen mir noch fehlen, und habe die erste Lücke direkt geschlossen. Szenario: Dein Lernpfad zeigt dir, welche L1-Fähigkeiten noch offen sind. Statt alles gleichzeitig anzugehen, wählst du gezielt aus und arbeitest eine Übung nach der anderen. Hauptwerkzeug: Lernplattform (Lernpfad) Lernziele: - Ich öffne meinen persönlichen Lernpfad und sehe meine offenen L1-Fähigkeiten. - Ich lege meine Reihenfolge für heute fest (zwei bis drei Fähigkeiten). - Ich schliesse die erste Übung vollständig ab und reiche den Nachweis ein. Voraussetzungen: - Lernzielkontrolle absolviert - Selbsteinschätzung (Self-Assessment) ausgefüllt Ablauf: 1. Lernpfad öffnen: Öffne «Meine AI Capabilities» auf der Plattform. Dort siehst du deinen Stand, deinen nächsten Schritt und deine offenen L1-Fähigkeiten. 2. Auswahl treffen: Wähle zwei bis drei offene L1-Fähigkeiten für heute. Beginne mit der Empfehlung der Plattform oder mit der Fähigkeit, die dir im Alltag am meisten bringt. 3. Erste Übung bearbeiten: Starte die Übung über «Jetzt üben». Zuerst siehst du nur die Aufgabe – bei Bedarf holst du dir über «Ich brauche Hilfe» Schritt-für-Schritt-Unterstützung. 4. Nachweis einreichen: Schliesse die Übung mit der kurzen Abgabe ab (Prompt/Ergebnis und eine Erkenntnis). Danach zeigt dir die Plattform sofort deinen neuen Fortschritt. Übungsauftrag (45 min): Schliesse deine erste offene L1-Fähigkeit mit der Übung auf der Plattform ab. - Lernpfad öffnen und offene L1-Fähigkeiten anschauen. - Zwei bis drei Fähigkeiten für heute festlegen. - Erste Übung über «Jetzt üben» bearbeiten. - Kurze Abgabe einreichen (Prompt/Ergebnis, eine Erkenntnis). Mindestprodukt: Mindestens eine abgeschlossene L1-Übung mit Nachweis im Lernpfad. Qualitätschecks: - Ich habe meine offenen L1-Fähigkeiten im Lernpfad gesehen. - Ich habe bewusst ausgewählt, was ich heute schliesse. - Meine Abgabe enthält ein echtes eigenes Beispiel aus Studium oder Beruf. Typischer Fehler: Planlos durch die Fähigkeitenliste klicken, ohne eine Übung wirklich abzuschliessen. Korrektur: Immer dem nächsten Schritt des Lernpfads folgen: eine Übung, ein Nachweis, dann weiter. ### Lektion 2: L1-Lücken schliessen – Arbeitsphase II URL: https://ki-lernen.app/block/block-3/lektion/b3-l2 Dauer: 55 Minuten Nutzen: Ich schliesse weitere Lücken und weiss am Ende genau, wo ich dranbleiben muss. Szenario: Du hast die erste Lücke geschlossen. Jetzt geht es an die nächste – und darum, am Ende des Tages einen ehrlichen Blick auf den eigenen Stand zu haben. Hauptwerkzeug: Lernplattform (Lernpfad) Lernziele: - Ich schliesse mindestens eine weitere L1-Übung ab. - Ich nutze die Hilfe-Schritte gezielt, wenn ich festhänge. - Ich reflektiere, was mir schwergefallen ist und was ich als Nächstes angehe. Voraussetzungen: - Arbeitsphase I Ablauf: 1. Nächste Übung starten: Folge dem Prinzip «One Next Best Action»: Nimm die nächste empfohlene Übung aus deinem Lernpfad – nicht die bequemste. 2. Gezielt Hilfe holen: Wenn du festhängst, öffne «Ich brauche Hilfe» und arbeite die Schritte durch. Tausche dich bei fachlichen Fragen mit deiner Sitznachbarin oder deinem Sitznachbarn aus. 3. Nachweis einreichen: Reiche auch diese Übung mit der kurzen Abgabe ab – echtes Beispiel, ehrliche Erkenntnis. 4. Kurze Reflexion: Notiere zwei Dinge: Was ist mir heute schwergefallen? Bei welcher offenen Fähigkeit bleibe ich als Nächstes dran? Übungsauftrag (45 min): Schliesse mindestens eine weitere L1-Übung ab und reflektiere deinen Stand. - Nächste Übung aus dem Lernpfad starten. - Bei Bedarf «Ich brauche Hilfe» nutzen. - Kurze Abgabe einreichen. - Zwei Sätze Reflexion notieren: Schwierigkeit und nächster Schritt. Mindestprodukt: Mindestens eine weitere abgeschlossene L1-Übung mit Nachweis und kurzer Reflexion. Qualitätschecks: - Ich habe heute mindestens zwei L1-Übungen vollständig abgeschlossen. - Ich weiss, welche L1-Fähigkeiten bei mir noch offen sind. - Meine Reflexion benennt eine konkrete Schwierigkeit und den nächsten Schritt. Typischer Fehler: Übungen nur anfangen und ohne Abgabe zur nächsten springen. Korrektur: Eine Übung gilt erst als geschlossen, wenn der Nachweis eingereicht ist. ## Session 4: Multimodal mit AI arbeiten - Datum: 24.10.2026 (2026-10-24), 08:00–11:15 - Status auf der Roadmap: roadmap - Leitfrage: Wie nutze ich AI über Text hinaus? - Nutzen: Ich arbeite mit AI nicht nur schreibend: Ich verstehe Dokumente schneller, spreche mit ihr, nutze Bilder und kommuniziere wirkungsvoller. - Danach kannst du: Nach diesem Block kannst du Dokumente schneller erfassen und bearbeiten, per Sprache arbeiten, visuelle Informationen verstehen und erzeugen und Inhalte wirkungsvoller vermitteln. - Lernziele: Ich erschliesse ein umfangreiches Dokument in wenigen Minuten. | Ich nutze Spracheingabe für Notizen und Aufträge. | Ich lasse Bilder auswerten und erzeuge einfache Visualisierungen. | Ich wähle die Modalität passend zum Empfänger. - Ergebnisse: Dokumente schneller verstehen und bearbeiten. | Mit AI sprechen statt nur tippen. | Bilder und visuelle Informationen verstehen und erzeugen. | Inhalte wirkungsvoller kommunizieren. - Mindestprodukt: Ein Arbeitsergebnis, das mindestens zwei Modalitäten sinnvoll kombiniert. - Werkzeuge: Microsoft Copilot, Gamma - Hinweis zu Daten: Keine Bilder mit Personen, Kennzeichen oder vertraulichen Anlagen ohne Freigabe hochladen. - Seite: https://ki-lernen.app/block/block-4 ### Lektion 1: Dokumente schneller verstehen URL: https://ki-lernen.app/block/block-4/lektion/b4-l1 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich erfasse den Kern eines langen Dokuments in Minuten und weiss, was ich prüfen muss. Szenario: Ein 40-seitiges Lastenheft liegt vor, die Rückmeldung ist bis morgen fällig. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Weitere Werkzeuge: NotebookLM Lernziele: - Ich erzeuge eine belastbare Zusammenfassung mit Fundstellen. - Ich lasse gezielt nach Pflichten, Fristen und Zahlen suchen. - Ich prüfe die kritischen Stellen im Original. Voraussetzungen: - Block 3 Ablauf: 1. Zweck festlegen: Wofür brauchst du das Dokument: entscheiden, prüfen oder umsetzen? 2. Strukturüberblick erzeugen: Nach Kapiteln, Kernaussagen und Stellen mit Verpflichtungen fragen. 3. Gezielt extrahieren: Fristen, Mengen, Toleranzen und Verantwortlichkeiten als Tabelle ausgeben lassen. 4. Kritische Stellen prüfen: Jede Zahl und jede Frist im Original nachlesen. Übungsauftrag (20 min): Erschliesse ein eigenes längeres Dokument. - Zweck festlegen. - Überblick erzeugen. - Tabelle mit harten Angaben erstellen. - Zwei Stellen im Original prüfen. Mindestprodukt: Geprüfte Kurzfassung eines langen Dokuments. Qualitätschecks: - Jede Zahl hat eine Kapitel- oder Seitenangabe. - Widersprüche sind markiert, nicht geglättet. - Ich habe mindestens zwei Stellen im Original geprüft. Typischer Fehler: Die Zusammenfassung wird ungeprüft weitergeleitet. Korrektur: Alles, was Konsequenzen hat, im Original nachlesen. ### Lektion 2: Mit AI sprechen statt tippen URL: https://ki-lernen.app/block/block-4/lektion/b4-l2 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich kann unterwegs oder an der Anlage arbeiten, ohne zu tippen. Szenario: Nach einem Anlagenrundgang hast du zehn Beobachtungen im Kopf und keine Hand frei zum Tippen. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Weitere Werkzeuge: ChatGPT Lernziele: - Ich diktiere Notizen und lasse sie strukturieren. - Ich nutze Sprache für Rückfragen und Klärungen. - Ich kenne die Grenzen der Spracherkennung im Betrieb. Voraussetzungen: - Mikrofon oder Mobilgerät Ablauf: 1. Diktieren: Beobachtungen frei einsprechen, ohne auf Formulierung zu achten. 2. Strukturieren lassen: Auftrag: „Ordne diese Notizen nach Anlage, Befund und Dringlichkeit.“ 3. Nachschärfen im Dialog: Fehlende Angaben mündlich ergänzen statt neu zu diktieren. 4. Grenzen kennen: Lärm, Dialekt und Fachbegriffe führen zu Fehlern – Eigennamen und Zahlen immer kontrollieren. Übungsauftrag (15 min): Erzeuge aus einem Diktat eine strukturierte Notiz. - Fünf Beobachtungen einsprechen. - Strukturieren lassen. - Zahlen und Namen kontrollieren. Mindestprodukt: Strukturierte Notiz aus einem Diktat. Qualitätschecks: - Alle Zahlen und Eigennamen sind kontrolliert. - Die Struktur passt zum Empfänger. - Ich weiss, wo Spracheingabe im Betrieb ungeeignet ist. Typischer Fehler: Diktate werden ungeprüft weitergegeben, inklusive falsch erkannter Zahlen. Korrektur: Zahlen, Namen und Anlagenbezeichnungen immer gegenlesen. Hinweis zu Daten: Nicht in Bereichen diktieren, in denen vertrauliche Gespräche mitlaufen könnten. ### Lektion 3: Bilder verstehen und erzeugen URL: https://ki-lernen.app/block/block-4/lektion/b4-l3 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich nutze Bilder als Eingabe und erzeuge Visualisierungen, die einen Sachverhalt erklären. Szenario: Ein Fehlerbild an der Folie soll beschrieben und dem Lieferanten verständlich gemeldet werden. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Weitere Werkzeuge: Gamma Lernziele: - Ich lasse ein Foto oder Diagramm auswerten. - Ich erzeuge eine einfache Visualisierung eines Ablaufs. - Ich prüfe visuelle Ergebnisse auf sachliche Richtigkeit. Voraussetzungen: - Ein Foto oder Diagramm ohne vertrauliche Inhalte Ablauf: 1. Bild auswerten lassen: Beschreibung, mögliche Ursachen und fehlende Angaben abfragen. 2. Fachlich gegenprüfen: Deine Erfahrung schlägt die Vermutung des Modells. 3. Ablauf visualisieren: Prozessschritte als einfaches Diagramm darstellen lassen – Kästchen und Pfeile genügen. 4. Für Empfänger anpassen: Beschriftungen auf die Sprache des Empfängers bringen. Übungsauftrag (20 min): Werte ein Bild aus und erzeuge eine einfache Visualisierung. - Bild auswerten lassen. - Aussagen fachlich prüfen. - Ablauf als Diagramm darstellen lassen. Mindestprodukt: Geprüfte Bildauswertung und eine Visualisierung. Qualitätschecks: - Beobachtung und Vermutung sind getrennt. - Das Bild enthält keine vertraulichen Inhalte. - Die Visualisierung ist ohne Erklärung verständlich. Typischer Fehler: Vermutete Ursachen werden als Befund gemeldet. Korrektur: Beobachtung melden, Ursachen als Hypothesen kennzeichnen. ### Lektion 4: Wirkungsvoll kommunizieren URL: https://ki-lernen.app/block/block-4/lektion/b4-l4 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich wähle die Form, die beim Empfänger ankommt – Folie, Kurzvideo, Audio oder eine Seite Text. Szenario: Deine Abklärung soll dem Team in fünf Minuten vermittelt werden – Text allein reicht nicht. Hauptwerkzeug: Gamma Weitere Werkzeuge: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich wähle die Modalität nach Empfänger und Zweck. - Ich erstelle eine kurze Präsentation aus vorhandenem Material. - Ich prüfe Verständlichkeit vor dem Versand. Voraussetzungen: - Ein Ergebnis aus Lektion 1 bis 3 Ablauf: 1. Empfänger klären: Wer entscheidet, wer führt aus, wer muss nur informiert sein? Danach richtet sich die Form. 2. Kernbotschaft festlegen: Ein Satz, den alle behalten sollen. 3. Material umwandeln: Aus deinem Text eine kurze Foliensequenz erzeugen lassen. 4. Kürzen und prüfen: Höchstens sechs Folien, jede mit einer Aussage. Zahlen kontrollieren. Übungsauftrag (20 min): Bereite dein Ergebnis für einen konkreten Empfänger auf. - Empfänger und Zweck festlegen. - Kernbotschaft formulieren. - Sechs Folien erzeugen und kürzen. Mindestprodukt: Kurzpräsentation oder Kurzvideo mit klarer Kernbotschaft. Qualitätschecks: - Die Kernbotschaft steht in einem Satz. - Jede Folie hat genau eine Aussage. - Alle Zahlen sind gegen die Quelle geprüft. Typischer Fehler: Die Folien werden zur Textwüste, weil alles hineinkommt. Korrektur: Eine Aussage pro Folie, Details in den Anhang. ## Session 5: AI als Denk- und Problemlösungspartner - Datum: 07.11.2026 (2026-11-07), 08:00–11:15 - Status auf der Roadmap: roadmap - Leitfrage: Wie wird AI zu meinem Sparringspartner? - Nutzen: Ich nutze AI nicht als Antwortautomat, sondern als Gegenüber, das meine Annahmen prüft und mein Denken schärft. - Danach kannst du: Nach diesem Block kannst du Probleme strukturieren, Ursachen und Alternativen entwickeln, eigene Annahmen hinterfragen und Entscheidungen fundierter vorbereiten. - Lernziele: Ich zerlege ein unklares Problem in bearbeitbare Teile. | Ich entwickle mehrere Ursachenhypothesen und Alternativen. | Ich lasse meine eigenen Annahmen gezielt angreifen. | Ich bereite eine Entscheidung mit Kriterien und Risiken vor. - Ergebnisse: Probleme besser strukturieren. | Ursachen und Alternativen entwickeln. | Eigene Annahmen hinterfragen. | Entscheidungen fundierter vorbereiten. - Mindestprodukt: Eine Entscheidungsvorlage mit Optionen, Kriterien, Risiken und Empfehlung. - Werkzeuge: Microsoft Copilot, Claude - Hinweis zu Daten: Fallbeispiele anonymisieren: keine Namen von Mitarbeitenden, Kunden oder Lieferanten. - Seite: https://ki-lernen.app/block/block-5 ### Lektion 1: Probleme strukturieren URL: https://ki-lernen.app/block/block-5/lektion/b5-l1 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich verwandle ein diffuses Ärgernis in eine bearbeitbare Fragestellung. Szenario: „Bei uns läuft die Schichtübergabe schlecht.“ Bevor irgendetwas gelöst wird, muss klar sein, was genau schlecht läuft. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich trenne Symptom, Problem und Ziel. - Ich zerlege ein Problem in drei bis fünf Teilfragen. - Ich lege fest, woran ich eine Lösung erkenne. Voraussetzungen: - Ein eigenes ungelöstes Problem Ablauf: 1. Symptom sammeln: Was ist konkret beobachtbar? Wie oft, seit wann, mit welcher Folge? 2. Problem formulieren: Ein Satz: „Weil …, entsteht …, was … kostet.“ 3. Zerlegen: Drei bis fünf Teilfragen bilden, jede einzeln beantwortbar. 4. Erfolgskriterium festlegen: Woran erkennst du in vier Wochen, dass es besser ist? Übungsauftrag (20 min): Strukturiere dein eigenes Problem. - Symptome sammeln. - Problemsatz formulieren. - Teilfragen bilden. - Erfolgskriterium festlegen. Mindestprodukt: Strukturierte Problemdefinition. Qualitätschecks: - Mein Problemsatz nennt Ursache, Folge und Kosten. - Jede Teilfrage ist einzeln beantwortbar. - Das Erfolgskriterium ist überprüfbar. Typischer Fehler: Die Lösung steht schon im Problemsatz („uns fehlt ein Tool“). Korrektur: Erst das Problem beschreiben, Lösungen kommen später. ### Lektion 2: Ursachen und Alternativen entwickeln URL: https://ki-lernen.app/block/block-5/lektion/b5-l2 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich finde mehr als die erstbeste Erklärung und habe echte Handlungsalternativen. Szenario: Die Ausschussquote steigt seit drei Wochen. Die erste Vermutung ist immer das Material – oft zu Unrecht. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Weitere Werkzeuge: Claude Lernziele: - Ich bilde mehrere Ursachenhypothesen und ordne sie. - Ich entwickle mindestens drei unterschiedliche Lösungsansätze. - Ich erkenne, welche Hypothese sich am schnellsten prüfen lässt. Voraussetzungen: - Problemdefinition aus Lektion 1 Ablauf: 1. Hypothesen sammeln: Nach Mensch, Maschine, Material, Methode, Umfeld ordnen und je zwei Hypothesen bilden. 2. Prüfbarkeit bewerten: Welche Hypothese lässt sich mit vorhandenen Daten prüfen? 3. Alternativen entwickeln: Drei Ansätze verlangen: schnell und günstig, gründlich, ungewöhnlich. 4. Konsequenzen durchspielen: Für jeden Ansatz Aufwand, Wirkung und Nebenwirkung notieren. Übungsauftrag (20 min): Entwickle Hypothesen und Alternativen für dein Problem. - Sechs Hypothesen bilden. - Nach Prüfbarkeit ordnen. - Drei Lösungsansätze entwickeln. Mindestprodukt: Hypothesen und drei bewertete Alternativen. Qualitätschecks: - Ich habe mindestens sechs Hypothesen geprüft. - Meine drei Ansätze unterscheiden sich wirklich. - Zu jedem Ansatz sind Aufwand und Wirkung notiert. Typischer Fehler: Die erste plausible Ursache wird sofort zur Massnahme. Korrektur: Erst prüfen, dann handeln – die billigste Prüfung zuerst. ### Lektion 3: Eigene Annahmen hinterfragen URL: https://ki-lernen.app/block/block-5/lektion/b5-l3 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich merke, wenn ich mich selbst bestätige – und hole mir gezielt Widerspruch. Szenario: Du bist überzeugt, dass die neue Anlage das Problem löst. Bevor du das Budget beantragst, willst du die Schwachstellen deiner eigenen Argumentation kennen. Hauptwerkzeug: Claude Weitere Werkzeuge: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich mache meine Annahmen explizit. - Ich lasse meine Position gezielt angreifen. - Ich unterscheide berechtigte Einwände von Rauschen. Voraussetzungen: - Ergebnisse aus Lektion 2 Ablauf: 1. Annahmen auflisten: Was muss wahr sein, damit dein Plan funktioniert? 2. Gegenrede anfordern: Auftrag: „Nimm die Gegenposition ein und nenne die drei stärksten Einwände gegen meinen Plan.“ 3. Einwände bewerten: Welcher Einwand würde den Plan wirklich kippen? 4. Plan anpassen: Entweder Annahme belegen oder Plan ändern – nicht wegdiskutieren. Übungsauftrag (20 min): Lass deinen eigenen Plan angreifen. - Fünf Annahmen auflisten. - Drei stärkste Einwände anfordern. - Plan anpassen oder Annahme belegen. Mindestprodukt: Geprüfte Annahmen mit dokumentierten Einwänden. Qualitätschecks: - Meine Annahmen sind einzeln aufgeschrieben. - Mindestens ein Einwand hat meinen Plan verändert. - Ich unterscheide belegte und unbelegte Annahmen. Typischer Fehler: Die AI wird solange gefragt, bis sie zustimmt. Korrektur: Bewusst Widerspruch anfordern und ihn ernst nehmen. ### Lektion 4: Entscheidungen vorbereiten URL: https://ki-lernen.app/block/block-5/lektion/b5-l4 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich lege eine Entscheidungsvorlage vor, mit der andere wirklich entscheiden können. Szenario: Die Betriebsleitung will keine Analyse, sondern eine Empfehlung mit Begründung. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich bewerte Optionen anhand gewichteter Kriterien. - Ich benenne Risiken und Gegenmassnahmen. - Ich formuliere eine begründete Empfehlung. Voraussetzungen: - Alternativen aus Lektion 2 und 3 Ablauf: 1. Kriterien festlegen: Drei bis fünf Kriterien mit Gewichtung, vor der Bewertung. 2. Optionen bewerten: Bewertung selbst vornehmen, die AI prüft nur auf Lücken. 3. Risiken benennen: Je Option ein Hauptrisiko und eine Gegenmassnahme. 4. Empfehlung formulieren: Eine Empfehlung, eine Begründung, eine Bedingung. Übungsauftrag (20 min): Erstelle eine Entscheidungsvorlage zu deinem Fall. - Kriterien mit Gewichtung festlegen. - Optionen bewerten. - Risiken ergänzen. - Empfehlung formulieren. Mindestprodukt: Entscheidungsvorlage mit Kriterien, Risiken und Empfehlung. Qualitätschecks: - Die Kriterien standen vor der Bewertung fest. - Jede Option hat ein benanntes Risiko. - Die Empfehlung ist begründet und an eine Bedingung geknüpft. Typischer Fehler: Die Kriterien werden nachträglich so gewählt, dass die Lieblingsoption gewinnt. Korrektur: Kriterien und Gewichtung vor der Bewertung festlegen und dokumentieren. ## Session 6: AI für Prozesstechnik - Datum: 21.11.2026 (2026-11-21), 08:00–11:15 - Status auf der Roadmap: roadmap - Leitfrage: Wie hilft mir AI konkret bei der Verbesserung von Prozessen? - Nutzen: Ich setze AI dort ein, wo mein Beruf stattfindet: bei Prozessen, Produktion, Qualität, Logistik und Projektarbeit. - Danach kannst du: Nach diesem Block kannst du Prozesse schneller analysieren, Schwachstellen und Ursachen erkennen, Daten und Kennzahlen besser nutzen und Verbesserungsmassnahmen entwickeln und priorisieren. - Lernziele: Ich beschreibe einen Prozess so, dass er analysierbar wird. | Ich finde Schwachstellen und arbeite Ursachen systematisch heraus. | Ich werte Kennzahlen aus, ohne der AI das Rechnen zu überlassen. | Ich priorisiere Massnahmen nach Wirkung und Aufwand. - Ergebnisse: Prozesse schneller analysieren. | Schwachstellen und Ursachen erkennen. | Daten und KPI besser nutzen. | Verbesserungsmassnahmen entwickeln und priorisieren. - Mindestprodukt: Eine Prozessanalyse mit Ursachenhypothesen, Kennzahlen und priorisierten Massnahmen. - Werkzeuge: Microsoft Copilot, NotebookLM - Hinweis zu Daten: Produktions- und Qualitätsdaten nur anonymisiert und gerundet verwenden. Kundennamen und Chargennummern ersetzen. - Seite: https://ki-lernen.app/block/block-6 ### Lektion 1: Prozesse schneller analysieren URL: https://ki-lernen.app/block/block-6/lektion/b6-l1 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich bringe einen realen Prozess in wenigen Minuten in eine Form, mit der sich arbeiten lässt. Szenario: Der Ablauf von der Störungsmeldung bis zur Freigabe ist niemandem vollständig klar – jeder kennt nur seinen Teil. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich beschreibe einen Prozess mit Schritten, Rollen und Übergaben. - Ich finde Medienbrüche und Wartezeiten. - Ich stelle den Prozess verständlich dar. Voraussetzungen: - Ein Prozess aus dem eigenen Betrieb Ablauf: 1. Schritte auflisten: Vom Auslöser bis zum Ergebnis, in der Reihenfolge, ohne Bewertung. 2. Rollen und Übergaben ergänzen: Wer macht was, wer erhält was, wo wartet der Prozess? 3. Brüche markieren: Papier, Telefon, System, Doppelerfassung – jeder Wechsel kostet Zeit. 4. Darstellung erzeugen: Als nummerierte Liste oder einfaches Diagramm ausgeben lassen. Übungsauftrag (20 min): Beschreibe und analysiere einen eigenen Prozess. - Schritte auflisten. - Rollen und Übergaben ergänzen. - Brüche und Wartezeiten markieren. Mindestprodukt: Analysierbare Prozessbeschreibung. Qualitätschecks: - Jeder Schritt hat eine verantwortliche Rolle. - Medienbrüche sind markiert. - Die Darstellung ist ohne mündliche Erklärung verständlich. Typischer Fehler: Der Prozess wird beschrieben, wie er sein sollte, nicht wie er läuft. Korrektur: Den Ist-Zustand erfassen, inklusive Umwege und Workarounds. ### Lektion 2: Schwachstellen und Ursachen erkennen URL: https://ki-lernen.app/block/block-6/lektion/b6-l2 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich unterscheide Symptom und Ursache und komme zu belastbaren Hypothesen. Szenario: Die Reklamationen häufen sich an einer Produktgruppe – die Ursache ist unklar, der Druck hoch. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich wende eine Ursachenmethode strukturiert an. - Ich verbinde Beobachtungen mit möglichen Ursachen. - Ich lege fest, wie jede Hypothese geprüft wird. Voraussetzungen: - Prozessbeschreibung aus Lektion 1 Ablauf: 1. Symptome präzisieren: Was genau, wie oft, seit wann, bei welchen Produkten oder Schichten? 2. Ursachen strukturieren: Nach Mensch, Maschine, Material, Methode, Messung, Umfeld ordnen. 3. Nachfragen bis zur Wurzel: Fünfmal „Warum?“ – die AI stellt die Fragen, du antwortest fachlich. 4. Prüfplan festlegen: Je Hypothese: welche Daten, welcher Aufwand, welches Ergebnis erwartet. Übungsauftrag (20 min): Arbeite die Ursachen einer echten Schwachstelle heraus. - Symptome präzisieren. - Ursachen strukturieren. - Fünfmal Warum durchgehen. - Prüfplan festlegen. Mindestprodukt: Ursachenanalyse mit prüfbaren Hypothesen. Qualitätschecks: - Symptom und Ursache sind getrennt. - Jede Hypothese hat einen Prüfweg. - Die fachliche Bewertung stammt von mir, nicht von der AI. Typischer Fehler: Die AI liefert eine Ursache und diese wird ungeprüft übernommen. Korrektur: Die AI strukturiert, geprüft wird mit Daten aus dem Betrieb. ### Lektion 3: Daten und Kennzahlen nutzen URL: https://ki-lernen.app/block/block-6/lektion/b6-l3 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich hole aus vorhandenen Daten Aussagen heraus – und rechne selbst nach. Szenario: Aus 300 Störungsmeldungen im Freitext soll eine Auswertung entstehen, die den Handlungsbedarf zeigt. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich bereite Rohdaten für eine Auswertung auf. - Ich wähle passende Kennzahlen für die Fragestellung. - Ich prüfe jede berechnete Zahl gegen die Rohdaten. Voraussetzungen: - Ein anonymisierter Datenauszug Ablauf: 1. Daten anonymisieren: Namen, Kunden und Chargennummern ersetzen, bevor etwas hochgeht. 2. Kategorien bilden lassen: Freitexte in Kategorien ordnen lassen, Kategorien selbst prüfen. 3. Kennzahl wählen: Häufigkeit, Stillstandzeit oder Kosten – passend zur Entscheidung. 4. Selbst nachrechnen: Summen und Anteile in der Tabelle kontrollieren; das Sprachmodell rechnet nicht zuverlässig. 5. Aussage formulieren: Ein Satz, der die Konsequenz benennt, nicht nur die Zahl. Übungsauftrag (20 min): Werte einen eigenen anonymisierten Datensatz aus. - Daten anonymisieren. - Kategorien bilden und prüfen. - Kennzahl berechnen und selbst nachrechnen. - Aussage formulieren. Mindestprodukt: Kennzahlenauswertung mit eigener Kontrollrechnung. Qualitätschecks: - Alle Daten sind anonymisiert. - Jede Zahl habe ich selbst nachgerechnet. - Meine Aussage nennt die Konsequenz. Typischer Fehler: Berechnete Werte des Sprachmodells werden ungeprüft übernommen. Korrektur: Rechnen gehört in die Tabelle, das Sprachmodell erklärt nur das Ergebnis. Hinweis zu Daten: Keine echten Kunden-, Chargen- oder Personendaten hochladen. ### Lektion 4: Massnahmen entwickeln und priorisieren URL: https://ki-lernen.app/block/block-6/lektion/b6-l4 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich lege einen Massnahmenplan vor, der umsetzbar ist und Wirkung zeigt. Szenario: Die Analyse liegt vor. Jetzt braucht die Betriebsleitung einen Plan, der in den nächsten vier Wochen wirkt. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich leite Massnahmen aus geprüften Ursachen ab. - Ich priorisiere nach Wirkung und Aufwand. - Ich definiere Verantwortung, Termin und Erfolgsmessung. Voraussetzungen: - Ergebnisse der Lektionen 1 bis 3 Ablauf: 1. Massnahmen ableiten: Zu jeder geprüften Ursache mindestens eine Massnahme. 2. Wirkung und Aufwand schätzen: Einfache Vierfelder-Einordnung: Sofort, Planen, Prüfen, Verwerfen. 3. Verantwortung festlegen: Pro Massnahme eine Person, ein Termin, eine Messgrösse. 4. Plan prüfen lassen: AI-Check: Sind Ursachen belegt, Zahlen geprüft, Verantwortung geklärt? Übungsauftrag (20 min): Erstelle deinen priorisierten Massnahmenplan. - Massnahmen ableiten. - Nach Wirkung und Aufwand einordnen. - Verantwortung, Termin und Messgrösse festlegen. Mindestprodukt: Priorisierter Massnahmenplan. Qualitätschecks: - Jede Massnahme geht auf eine geprüfte Ursache zurück. - Jede Massnahme hat Person, Termin und Messgrösse. - Die Priorisierung ist begründet. Typischer Fehler: Zehn Massnahmen gleichzeitig – danach wirkt keine nachweisbar. Korrektur: Mit einer Sofortmassnahme starten und deren Wirkung messen. ## Session 7: Mit AI Lösungen bauen - Datum: 05.12.2026 (2026-12-05), 08:00–11:15 - Status auf der Roadmap: roadmap - Leitfrage: Wie komme ich vom Chat zur funktionierenden Lösung? - Nutzen: Ich baue aus einer wiederkehrenden Aufgabe eine kleine Lösung, die andere nutzen können – ohne Programmierkenntnisse. - Danach kannst du: Nach diesem Block kannst du AI-Workflows verstehen, Automatisierungspotenzial erkennen, einfache digitale Lösungen prototypisieren und sie testen und verbessern. - Lernziele: Ich unterscheide einmalige Aufträge von wiederholbaren Abläufen. | Ich erkenne, welche Aufgaben sich für Automatisierung eignen. | Ich baue einen einfachen Prototyp und teste ihn. | Ich verbessere den Prototyp anhand von Testergebnissen. - Ergebnisse: AI-Workflows verstehen. | Automatisierungspotenzial erkennen. | Einfache digitale Lösungen selbst prototypisieren. | Lösungen testen und iterativ verbessern. - Mindestprodukt: Ein getesteter Prototyp mit drei dokumentierten Testfällen. - Werkzeuge: Lovable, Microsoft Copilot - Hinweis zu Daten: Prototypen sind Lernbeispiele. Keine echten Betriebsdaten einbauen und keinen produktiven Einsatz ohne Freigabe. - Seite: https://ki-lernen.app/block/block-7 ### Lektion 1: Vom Auftrag zum Workflow URL: https://ki-lernen.app/block/block-7/lektion/b7-l1 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich verwandle einen guten Einzelauftrag in einen Ablauf, der jedes Mal gleich funktioniert. Szenario: Du machst die Schichtübergabe jedes Mal von Hand – gut, aber jedes Mal wieder von vorn. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich beschreibe einen Ablauf mit Eingabe, Schritten und Ergebnis. - Ich lege fest, was fix bleibt und was variabel ist. - Ich dokumentiere den Ablauf so, dass ihn jemand anderes ausführen kann. Voraussetzungen: - Eine wiederkehrende Aufgabe aus dem Alltag Ablauf: 1. Eingabe definieren: Was liegt zu Beginn immer vor? Notizen, Messwerte, Meldungen? 2. Schritte festlegen: Drei bis fünf Schritte, jeder mit einem überprüfbaren Zwischenergebnis. 3. Fix und variabel trennen: Rolle, Format und Prüfregeln bleiben fix; Inhalte wechseln. 4. Ablauf dokumentieren: So aufschreiben, dass die Kollegin ihn ohne Rückfrage ausführen kann. Übungsauftrag (20 min): Beschreibe deinen ersten Workflow. - Eingabe definieren. - Schritte festlegen. - Fix und variabel trennen. - Ablauf dokumentieren. Mindestprodukt: Wiederholbarer Workflow auf einer halben Seite. Qualitätschecks: - Jeder Schritt hat ein überprüfbares Zwischenergebnis. - Fixe und variable Teile sind getrennt. - Eine andere Person könnte den Ablauf ausführen. Typischer Fehler: Der Ablauf existiert nur im Kopf und wird jedes Mal neu erfunden. Korrektur: Aufschreiben und beim nächsten Mal genau so anwenden. ### Lektion 2: Automatisierungspotenzial erkennen URL: https://ki-lernen.app/block/block-7/lektion/b7-l2 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich erkenne, welche Aufgaben sich lohnen – und welche man besser von Hand macht. Szenario: Alles gleichzeitig zu automatisieren scheitert. Es braucht den einen Fall, der schnell Nutzen zeigt. Hauptwerkzeug: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich bewerte Aufgaben nach Häufigkeit, Regelmässigkeit und Risiko. - Ich erkenne Aufgaben, die Menschen entscheiden müssen. - Ich wähle einen sinnvollen ersten Kandidaten aus. Voraussetzungen: - Workflow aus Lektion 1 Ablauf: 1. Kandidaten sammeln: Fünf wiederkehrende Aufgaben aus deinem Alltag. 2. Bewerten: Häufigkeit, Zeitaufwand, Fehleranfälligkeit, Klarheit der Regeln. 3. Rote Linien setzen: Entscheidungen mit Personal-, Sicherheits- oder Rechtsfolgen bleiben beim Menschen. 4. Ersten Fall wählen: Häufig, klar geregelt, geringes Risiko – das ist der richtige Start. Übungsauftrag (15 min): Wähle deinen Automatisierungskandidaten aus. - Fünf Aufgaben sammeln. - Nach vier Kriterien bewerten. - Rote Linien markieren. - Einen Fall wählen. Mindestprodukt: Begründet ausgewählter erster Anwendungsfall. Qualitätschecks: - Die Auswahl folgt Kriterien, nicht dem Bauchgefühl. - Rote Linien sind markiert. - Der Nutzen ist grob geschätzt. Typischer Fehler: Der komplizierteste Fall wird zuerst angegangen. Korrektur: Mit dem einfachsten häufigen Fall starten. ### Lektion 3: Prototyp bauen URL: https://ki-lernen.app/block/block-7/lektion/b7-l3 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich habe etwas Sichtbares, das andere ausprobieren können – nicht nur eine Idee. Szenario: Der 5S-Check läuft auf Papier. Ein einfaches Formular mit Auswertung würde den Rundgang halbieren. Hauptwerkzeug: Lovable Weitere Werkzeuge: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich beschreibe meine Lösung in einer klaren Anforderung. - Ich erzeuge einen einfachen funktionierenden Prototyp. - Ich beschränke mich auf den kleinsten nützlichen Funktionsumfang. Voraussetzungen: - Ausgewählter Anwendungsfall Ablauf: 1. Anforderung formulieren: Wer nutzt es, wofür, welche Eingaben, welches Ergebnis? 2. Kleinsten Umfang festlegen: Was muss die erste Version können – und was ausdrücklich nicht? 3. Prototyp erzeugen: Beschreibung eingeben, Ergebnis ansehen, in kleinen Schritten anpassen. 4. Realitätscheck: Passt es zum Arbeitsalltag: Handschuhe, Lärm, Mobilgerät, Zeitdruck? Übungsauftrag (25 min): Baue die erste Version deines Prototyps. - Anforderung formulieren. - Umfang begrenzen. - Prototyp erzeugen. - Realitätscheck machen. Mindestprodukt: Funktionierender erster Prototyp. Qualitätschecks: - Der Umfang ist bewusst begrenzt und dokumentiert. - Der Prototyp enthält keine echten Betriebsdaten. - Die Bedienung passt zum Arbeitsalltag. Typischer Fehler: Die erste Version soll alles können und wird nie fertig. Korrektur: Kleinster nützlicher Umfang zuerst, Erweiterungen nach dem Test. Hinweis zu Daten: Prototyp als Lernbeispiel kennzeichnen; kein produktiver Einsatz ohne Freigabe. ### Lektion 4: Testen und verbessern URL: https://ki-lernen.app/block/block-7/lektion/b7-l4 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich weiss, ob meine Lösung im Alltag hält – weil ich sie an Grenzfällen geprüft habe. Szenario: Im Test läuft alles – bis jemand ein Feld leer lässt oder eine Bemerkung mit 500 Zeichen einträgt. Hauptwerkzeug: Lovable Lernziele: - Ich definiere drei Testfälle inklusive Grenzfall. - Ich dokumentiere Fehlschläge ehrlich. - Ich verbessere gezielt anhand der Testergebnisse. Voraussetzungen: - Prototyp aus Lektion 3 Ablauf: 1. Testfälle festlegen: Normalfall, Sonderfall, Grenzfall – vor dem Testen aufschreiben. 2. Von jemand anderem testen lassen: Ohne Erklärung bedienen lassen und dabei nur zuschauen. 3. Ergebnisse dokumentieren: Was funktionierte, was nicht, was war unverständlich? 4. Gezielt nachbessern: Eine Änderung pro Durchgang, danach erneut testen. 5. Nutzen festhalten: Heute gegenüber verbessert: Zeit, Fehler, Aufwand. Übungsauftrag (20 min): Teste deinen Prototyp mit drei Fällen und verbessere ihn. - Drei Testfälle aufschreiben. - Von jemand anderem testen lassen. - Ergebnisse dokumentieren. - Eine Verbesserung umsetzen. Mindestprodukt: Getesteter und einmal verbesserter Prototyp. Qualitätschecks: - Ein Grenzfall ist getestet. - Mindestens ein Fehlschlag ist ehrlich dokumentiert. - Der Nutzen ist als Vorher-Nachher beschrieben. Typischer Fehler: Nur der eigene Normalfall wird getestet. Korrektur: Andere testen lassen und bewusst Grenzfälle provozieren. ## Session 8: Selbstständig anwenden - Datum: 09.01.2027 (2027-01-09), 08:00–11:15 - Status auf der Roadmap: roadmap - Leitfrage: Kann ich ein reales Problem selbstständig mit AI lösen? - Nutzen: Ich löse eine echte Aufgabe von Anfang bis Ende selbst: strukturieren, Werkzeuge wählen, entwickeln, prüfen, verbessern und den Nutzen zeigen. - Danach kannst du: Nach diesem Block kannst du eine reale Problemstellung strukturieren, Methoden und Werkzeuge selbst auswählen, eine AI-gestützte Lösung entwickeln, sie kritisch prüfen und verbessern und den Nutzen nachvollziehbar präsentieren. - Lernziele: Ich strukturiere eine reale Problemstellung eigenständig. | Ich wähle Methode und Werkzeug begründet aus. | Ich prüfe mein Ergebnis mit dem Fünf-Punkte-AI-Check. | Ich präsentiere den erzeugten Nutzen nachvollziehbar. - Ergebnisse: Eine reale Problemstellung strukturieren. | Passende Methoden und AI-Werkzeuge selbst auswählen. | Eine AI-gestützte Lösung entwickeln, prüfen und verbessern. | Den erzeugten Nutzen nachvollziehbar präsentieren. - Mindestprodukt: Eine selbstständig entwickelte, geprüfte Lösung mit Nutzenpräsentation. - Werkzeuge: Freie Werkzeugwahl aus der Toolbox - Hinweis zu Daten: Keine echten Betriebsgeheimnisse und keine realen Personendaten. Im Zweifel vor dem Einsatz Freigabe einholen. - Seite: https://ki-lernen.app/block/block-8 ### Lektion 1: Reales Problem strukturieren URL: https://ki-lernen.app/block/block-8/lektion/b8-l1 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich starte mit einer klaren Problemstellung statt mit einem Werkzeug. Szenario: Der Abschluss ist kein Vorführen von Werkzeugen, sondern das Lösen eines Problems, das dich wirklich stört. Hauptwerkzeug: Freie Wahl Lernziele: - Ich beschreibe Problem, Betroffene und Nutzen. - Ich lege den Umfang fest, der in der verfügbaren Zeit machbar ist. - Ich definiere, woran der Erfolg gemessen wird. Voraussetzungen: - Ein reales Problem aus dem eigenen Betrieb Ablauf: 1. Problem wählen: Echt, wiederkehrend, in deinem Einflussbereich. 2. Betroffene und Nutzen benennen: Wer merkt die Verbesserung – und woran? 3. Umfang begrenzen: Was ist in der verfügbaren Zeit realistisch machbar? 4. Erfolgsmass festlegen: Zeit, Fehler, Qualität oder Aufwand – eine Grösse genügt. Übungsauftrag (15 min): Erstelle deinen Problemsteckbrief. - Problem beschreiben. - Betroffene und Nutzen benennen. - Umfang begrenzen. - Erfolgsmass festlegen. Mindestprodukt: Problemsteckbrief für die Abschlussarbeit. Qualitätschecks: - Das Problem ist echt und wiederkehrend. - Der Nutzen ist benannt und messbar. - Der Umfang ist in der Zeit machbar. Typischer Fehler: Das Werkzeug steht zuerst fest, das Problem wird dazu gesucht. Korrektur: Immer mit dem Problem beginnen, das Werkzeug folgt daraus. ### Lektion 2: Methode und Werkzeug wählen URL: https://ki-lernen.app/block/block-8/lektion/b8-l2 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich begründe meine Werkzeugwahl statt sie zu übernehmen. Szenario: Für dieselbe Aufgabe gibt es meist mehrere Wege. Entscheidend ist, den gewählten begründen zu können. Hauptwerkzeug: Toolbox dieser Website Lernziele: - Ich ordne meine Aufgabe einem Anwendungszweck zu. - Ich wähle Werkzeug und Methode begründet aus. - Ich nenne eine Alternative und den Grund gegen sie. Voraussetzungen: - Problemsteckbrief Ablauf: 1. Zweck bestimmen: Assistenz, Recherche, eigene Quellen, Visualisierung, Prototyp oder Workflow? 2. Werkzeug wählen: Aus der Toolbox den passenden Zweck auswählen, nicht das bekannteste Tool. 3. Methode festlegen: Lernkreislauf: Problem, Versuch, Lernen, zweiter Versuch, Prüfen, Transfer. 4. Alternative dokumentieren: Welche zweite Option gab es und warum hast du sie verworfen? Übungsauftrag (15 min): Begründe deine Werkzeug- und Methodenwahl. - Zweck bestimmen. - Werkzeug wählen. - Methode festlegen. - Alternative dokumentieren. Mindestprodukt: Dokumentierte Werkzeug- und Methodenwahl. Qualitätschecks: - Die Wahl passt zum Anwendungszweck. - Eine Alternative ist genannt und begründet verworfen. - Der Datenumgang ist geklärt. Typischer Fehler: Immer dasselbe Werkzeug, unabhängig von der Aufgabe. Korrektur: Zweck zuerst bestimmen, dann das Werkzeug dazu wählen. ### Lektion 3: Lösung entwickeln und prüfen URL: https://ki-lernen.app/block/block-8/lektion/b8-l3 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich entwickle iterativ und prüfe, statt beim ersten brauchbaren Ergebnis aufzuhören. Szenario: Das erste Ergebnis sieht gut aus. Genau dann lohnt sich die Prüfung am meisten. Hauptwerkzeug: Freie Wahl Lernziele: - Ich arbeite in mehreren Durchgängen. - Ich wende den Fünf-Punkte-AI-Check vollständig an. - Ich verbessere anhand der Prüfergebnisse. Voraussetzungen: - Werkzeugwahl aus Lektion 2 Ablauf: 1. Erste Version erstellen: Schnell und unvollkommen – Hauptsache, es existiert etwas. 2. AI-Check anwenden: Fakten, Quellen, Logik, Daten, Verantwortung – je ein dokumentierter Satz. 3. Gezielt verbessern: Die Schwachstelle mit der grössten Wirkung zuerst beheben. 4. Zweite Prüfung: Nach der Änderung erneut prüfen; Verbesserungen erzeugen neue Fehler. Übungsauftrag (25 min): Entwickle und prüfe deine Lösung. - Erste Version erstellen. - AI-Check dokumentieren. - Gezielt verbessern. - Erneut prüfen. Mindestprodukt: Geprüfte und verbesserte Lösung. Qualitätschecks: - Alle fünf Punkte des AI-Checks sind dokumentiert. - Mindestens eine Schwachstelle wurde behoben. - Nach der Änderung wurde erneut geprüft. Typischer Fehler: Die Prüfung wird zum Schluss pro forma abgehakt. Korrektur: Prüfen, bevor das Ergebnis fertig aussieht – dann wirkt es noch. ### Lektion 4: Nutzen präsentieren URL: https://ki-lernen.app/block/block-8/lektion/b8-l4 Dauer: 45 Minuten Nutzen: Ich zeige in fünf Minuten, was mein Ergebnis bringt – und halte Rückfragen stand. Szenario: Am Ende zählt nicht, wie viele Werkzeuge du benutzt hast, sondern was besser geworden ist. Hauptwerkzeug: Gamma Weitere Werkzeuge: Microsoft Copilot Lernziele: - Ich stelle Ausgangslage und Ergebnis gegenüber. - Ich belege den Nutzen mit einer Zahl oder einem Beispiel. - Ich beantworte kritische Rückfragen sachlich. Voraussetzungen: - Geprüfte Lösung aus Lektion 3 Ablauf: 1. Heute und verbessert gegenüberstellen: Zwei Spalten: so läuft es heute, so läuft es mit deiner Lösung. 2. Nutzen belegen: Eine Zahl, eine Messung oder ein konkretes Beispiel. 3. Ehrlich bleiben: Was hat nicht funktioniert und was bleibt offen? 4. Demo üben: Fünf Minuten, ohne Entschuldigungen, mit klarer Empfehlung. 5. Transfer benennen: Wo setzt du AI ab morgen im Alltag ein? Übungsauftrag (20 min): Bereite deine Abschlussdemo vor. - Vorher-Nachher darstellen. - Nutzen belegen. - Offene Punkte benennen. - Fünf Minuten üben. Mindestprodukt: Abschlussdemo mit belegtem Nutzen und offenen Punkten. Qualitätschecks: - Vorher und Nachher sind gegenübergestellt. - Der Nutzen ist mit Zahl oder Beispiel belegt. - Mindestens ein Fehlschlag ist ehrlich benannt. Typischer Fehler: Die Demo zeigt Werkzeuge statt Nutzen. Korrektur: Mit dem Problem starten und mit der Verbesserung enden. ## Leistungsnachweise - Note 1: AI-gestützte Wissensarbeit (Erster Leistungsnachweis). Aufgabe: Bearbeite eine berufliche oder schulische Fragestellung mit Unterstützung von KI. Zeige dabei, dass du die bis zu diesem Zeitpunkt erlernten Grundlagen, Methoden und AI-Werkzeuge sinnvoll einsetzen, Informationen kritisch prüfen und Ergebnisse verständlich aufbereiten kannst. Schwerpunkte: KI-Grundkompetenz, wirksame AI-Nutzung, Recherche, kritische Prüfung. - Note 2: AI im beruflichen Kontext (Zweiter Leistungsnachweis). Aufgabe: Übertrage die bisher im Kurs aufgebauten AI-Kompetenzen auf eine praktische berufliche Aufgabe oder Problemstellung. Zeige, wie KI zu einer besseren, effizienteren oder qualitativ hochwertigeren Lösung beitragen kann. Schwerpunkte: Praxistransfer, Problemlösung, gereignete Toolwahl, Qualitätssicherung. - Note 3: AI Challenge (Dritter Leistungsnachweis – vor Weihnachten). Aufgabe: Löse eine relevante Problemstellung mit den bis dahin im Kurs aufgebauten Methoden und AI-Werkzeugen. Zeige, dass du zunehmend selbstständig entscheiden kannst, wann, wie und wofür KI sinnvoll eingesetzt wird, und dass du Ergebnisse kritisch prüfen und dein Vorgehen begründen kannst. Schwerpunkte: Selbstständigkeit, Problemlösung, Toolwahl, Nutzen, Validierung, Reflexion.